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Yogareisen – 5 Tipps, wie man den richtigen Yogaurlaub für sich findet

Wer mir schon länger folgt weiß, dass ich ein Fan von Yogaurlauben bin.
Meine ersten ernsthaften Yogastunden hatte ich in einem einwöchigen Yogaurlaub auf Mallorca, was für mich eine super Entscheidung war, aber ich bin ehrlich – ich hatte auch jede Menge Glück!

Das Yoga war entspannend, die Gruppe klein, die Lehrerin sehr motiviert und der Durchschnittsalter der Gruppe war… ca. 15 bis 20 Jahr über dem von meiner Freundin und mir. Und war unser Glück, denn bei 2 x 90 Minuten Yoga am Tag ist man  ansonsten, wenn man vorher noch nie Yoga gemacht hat und auch sonst nicht wirklich sportlich ist, wirklich am Ende!

Tipp Nummer 1 also – informiert euch vorher genau für welches Level die Yogareise geeignet ist. Oft hört man dann vielleicht „für alle Level“ – da würde ich dann etwas vorsichtiger sein, denn es kann schnell sein, dass man dann nicht ganz so viel Spaß hat, weil man wirklich zu kämpfen hat.

Überlegt euch vorher, wo ihr gerne Yoga machen wollt. Am Meer? In den Bergen? Wie soll das Klima sein?
Viele denken, dass es im Urlaub auch warm sein muss, aber ich habe auch schon auf Formentera bei knapp 30 Grad so richtig fies beim Yoga geschwitzt und dachte teilweise beim Yoga am Nachmittag, dass ich gerade einfach nur auf meiner Liege im Schatten liegen mag, weil es so warm war.

Tipp Nummer 2 – überlegt vorher, welches Klima ihr als angenehm empfindet, wenn ihr Yoga machen möchtet. Yoga wird oft draußen gemacht, wenn es warm ist, was super sein kann, aber auch wirklich warm und wenn man draußen Yoga macht, lenkt einen die Umgebung viel mehr ab und man kann sich weniger konzentrieren finde ich. So ist zum Beispiel Yoga am Strand alles andere als entspannt (kein sicherer Stand im Sand, oh ein Vogel, oh ein Käfer, so viel Sand auf der Matte, oh der Surfer da hinten… alles nicht hilfreich für die Konzentration).

Yogaurlaube oder auch Wochenenden sind ideal, um alleine wegzufahren. Man findet schnell Anschluss (wenn man möchte), denn es gibt schon einmal ein gemeinsames Thema und fühlt sich nicht einsam. Auf der anderen Seite ist so eine Auszeit mit einer Freundin eine tolle Erfahrung zum Teilen.

Tipp Nummer 3 – überlegt euch, was ihr vom Urlaub erwartet. Viel Ruhe, lesen und nachdenken? Dann solltet ihr den Urlaub vielleicht alleine machen. Soll es dagegen abends auch mal gerne weg vom Yoga gehen, in die nächste Stadt, in eine Bar und co, dann mag man vielleicht nicht unbedingt alleine verreisen.

Dann ein wichtiges Thema – die Kosten. Yoga-Urlaube sind in der Regel nicht wirklich günstig, was auch total logisch ist. Man ist in einem netten Hotel, der Yogalehrer (oft auch mehrere) muss bezahlt werden und man hat einfach viele Yogastunden.
Ich mag daher mittlerweile nicht mehr ganz so gern Yogawochenenden, weil die oft wirklich teuer im Vergleich zu ganzen Wochen sind.

Aber egal wie man sich entscheidet, wo findet man nun Yogareisen oder – Wochenenden?

Kommen wir damit zu Tipp Nummer 4 – entweder ihr schaut ob euer Studio etwas anbietet, dann kennt ihrauch gleich den Lehrer, was nicht unwichtig ist. Ich hatte bisher immer Glück mit den Yogalehrern auf solchen Reisen, aber schöner ist es natürlich, wenn man vorher den Lehrstil kennt. Auch könnt ihr bei euch in der Stadt nach größeren Studios gucken oder euren Yogalehrer fragen und dann dort schauen – mittlerweile bieten sehr viele Studios solche Reisen an. Eine andere Möglichkeit für mich ist, ich Google einfach „Yogaretreat Nordsee“ (oder Ostsee) – beides ist bei mir im die Ecke und bei uns im Norden sind das die Gebiete, wo es jede Menge Yogawochenenden gibt. Wolltet ihr im Süden wohnen, googelt das nächste Naherholungsgebiet (in den Bergen gibt es auch super viele Yogaretreat, war ich leider noch nicht). Man findet wirklich schnell etwas.
Ansonsten kann man auch Yogahotels direkt mal googeln oder man schaut bei Plattformen oder großen Veranstaltern. Meine erste Yogareise habe ich über Neue Wege (keine Werbung, nur meine Erfahrung) gebucht, Yogawochenenden habe ich auch schon über Yoga Delight (auch nur meine Erfahrung) gefunden. Meine Yogaausbildung habe ich über Book Yoga Retreats gefunden (wo es aber auch ganz normale Yogareisen gibt, auch hier keine Werbung) – ihr seht also es gibt mittlerweile jede Menge Möglichkeiten.

Nur Yoga, oder darf es auch mehr sein?
Mittlerweile gibt es nicht nur klassische Yogareisen, sondern Yoga-Wander-, Yoga-Bike-, Yoga-Ernährungs-, Yoga-Mal-Reisen… Ich glaube alles! ich persönlich mag mich im Yoga-Urlaub nur auf eine Sache konzentrieren, nämlich auf mich und das Yoga (weswegen ich auch nicht, wenn ich eine Familie hätte, mit der ganzen Familie anreisen würde, das würde mich nur stressen – Stand heute :)). Ich habe im Februar eine Yoga-Rundreise durch Marokko gemacht (über die berichte ich auch noch ausführlich), die mich teilweise ein bisschen gestresst hat. Alle 2 Tage woanders, längere Autofahrten manchmal, die neue Umgebung anschauen, trotzdem zwei Mal am Tag Yoga… Das kann super schön sein, aber je nachdem wie leer die Batterien gerade sind auch anstrengend sein.

Daher Tipp Nummer 5 – versucht nicht zu viel in einen Urlaub zu packen, außer ihr seid von Natur aus die krassesten Energiebündel. Wenn ihr aber auch Zeit zum Reflektieren haben mögt, euch etwas entspannen wollt und die Seele baumeln lassen wollt, dann reichen 2 x 90 Minuten Yoga am Tag locker.

Oft werde ich auch gefragt, wie das mit der Ernährung bei solchen Reisen ist – ganz unterschiedlich. Ich kenne Yogatrips, da wir vegetarisch gegessen und dann wieder andere, wo auch das Glas Wein am Abend erlaubt ist. Erkundigt euch vorher am besten. Allerdings fand ich zum Beispiel den Trip, wo es nur vegetarisches Essen (obwohl ich sonst Fisch und Fleisch esse) super! Auf Alkohol kann man gut in so einer Woche verzichten finde ich, da man eh weniger Lust auf Wein und co hat finde ich. Aber meist sind die Lehrer da sehr entspannt und trinken auch mal ein Glas Wein mit.

Noch eine häufige Frage – welchen Yogastil soll ich im Urlaub wählen? Am besten einen, den man schon von Zuhause kennt und den man mag! Nichts ist nerviger als im Urlaub mal was Neues ausprobieren zu wollen und dann findet man den Yogastil super langweilig oder viel zu anstrengend!
Wenn man sich mit den Stilen noch nicht auskennt, dann ruft einfach beim Veranstalter an und fragt nach oder googelt den Stil einmal. Wenn ihr euch unsicher seid – immer fragen. Wirklich. Man quält sich sonst massiv. :)

Und zu guter letzt – was halte ich von Yogastunden in normalen Hotels… Naaaajaaa… Wenn sie mit inklusive sind, spricht nichts dagegen. Aber zu denken, dass man in einem normalen Hotelurlaub, wo es jeden Morgen eine Stunde Yoga gibt, quasi einen Yogaurlaub macht. Finde ich persönlich nicht. Bei Yogareisen machen sich die Lehrer schon sehr viel Gedanken in der Regel, auch wenn es nur ein Wochenende ist. Da gibt es ein Thema, die Stunden werden aufeinander aufgebaut, die Kräfte richtig eingeteilt… Da weiß man dann schon, warum man oft ein bisschen mehr Geld dafür ausgeben muss.

Wenn ihr Fragen habt – wie immer ganz doll gerne her damit!

Alle bisherigen Berichte zum Thema Yoga findet ihr hier.

Liebste Grüße,
Ricarda

Die Hälfte der Fotos stammen von meiner Yogareise nach Marokko, die andere Hälfte von Formentera.

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Ricarda, Kreativbloggerin aus Hamburg
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