Mein Leben, Privates

Einfach auf dem Sofa sitzen – so leicht und so schwer

Sonntag 19 Uhr, die letzten Sonnenstrahlen scheinen ins Wohnzimmer und tauchen alles in dieses wunderschöne, unwirkliche Licht.
Ich sitze auf dem Sofa, mit einem saftigen Schokokuchen und Erdbeeren und denke „das Leben ist schön“.

Und sofort fühle ich mich ertappt und schuldig. Wenn man Nachrichten schaut, dann ist die Welt und das Leben von so vielen gerade nicht schön. Wie kann ich dann in diesem friedlichen Moment in meinem Wohnzimmer denken, dass das Leben schön ist?

Weil es das ist.

Nicht ständig und möglicherweise nicht jetzt… aber dann, in diesen kleinen, vielleicht gerade sehr seltenen Augenblicken fühlt man möglicherweise doch Freude, Dankbarkeit, Zufriedenheit…

Ich habe bewusst zwei Wochen gewartet, bis ich etwas zur aktuellen Situation – nein das stimmt nicht – meinem aktuellen Leben schreiben kann.

Denn zur Situation kann ich gar nichts schreiben. Ich kann sie einfach nicht fassen. Sie ist nicht greifbar für mich machen.
Ich kann nur aus meiner Sicht schreiben. Aus der Sicht einer Frau, die gerade die „Aufgabe“ hat Zuhause im Home Office zu bleiben.
Ich kann nichts über die Situation der tausenden Menschen schreiben, die gerade jeden Tag in Krankenhäusern, Arztpraxen, Altenheimen, Lebensmittelgeschäften, LKWs, Lieferwagen und und und unterwegs sind.
Die gerade einen fantastischen Job leisten. Ich kann nur versuchen es nachzuempfinden, aber ich kann nicht darüber schreiben, kann nur über meine eigene Situation schreiben, meine eigene Realität in diesen Tagen.

Die ersten Tage der neuen Wirklichkeit war mein Körper die meiste Zeit voller Adrenalin – ich funktioniere ganz gut, wenn Sachen unvorhergesehen passieren. Ich bin eher träge, wenn alles so läuft wie immer. Neue Situation, gemischt mit Unglauben und Furcht – alles klar, man gebe mir etwas zu tun, damit ich abgelenkt bin und ich mich nützlich fühle.
Wie kann ich das in diesen Tagen? Ich kann keinen wertvollen Beitrag leisten wie die Krankenschwestern, wie die Pfleger und Ärzte… Was kann ich also machen?
Ich kann versuchen, die Leute etwas abzulenken, zum Lachen zu bringen. Durch andere Themen, nur „nicht Corona“, wie zum Beispiel durch meine Instagram Story zum Thema Online Dating oder indem ich ein Schnittmuster kostenlos zur Verfügung stelle, was man gerade gut gebrauchen kann. Weil nähen ablenkt und die Jogginghose für viele das neue Business Outfit in diesen Tagen Zuhause ist.
Ich schwankte die ersten Tagen zwischen „das wird schon, das wird schon“ und „holy shit, wir fahren gerade alles an die Wand“. Natürlich waren und sind da Sorgen – um die Familie, meine Eltern und andere Angehörige – Geht es allen gut? – und ja, auch Sorgen um die Wirtschaft und meine Firma. Nicht nur, ob ich meine Miete bezahlen kann, auch ob ich meine Angestellte bezahlen kann. Wie lange? Was ist mit der Firma meiner Schwester, die nicht mal eben alle ins Home Office schicken kann? Ich telefoniere viel mit Freunden, die auch Firmen haben. Was machen sie? Wie läuft es bei ihnen? Müssen Leute in Kurzarbeit geschickt werden?

Sowieso Telefonate. Ich hasse telefonieren. Eigentlich. Jetzt hänge ich teilweise Stunden am Telefon. Mit Freunden, Freundinnen, meiner Familie, mache Videoanrufe – und merke, dass ich zwar introvertiert bin und gut mit mir alleine zurecht komme, dass mir aber meine Familie fehlt, die nur 700 Meter weiter wohnt aber irgendwie gerade doch so weit weg ist.

Und dann gibt es diese großartigen Momente, wo ich abends mit meinen besten Freundinnen per Zoom einen Mädelsabend mache, inkl. Wein, nur dass hinterher keiner mehr fahren muss. Die fast täglichen Spaziergänge im Wald für eine Stunde, zu denen ich ansonsten angeblich nie komme. Warum eigentlich nicht?
Das tägliche Kochen, 2-3 Mal wo ich sonst eher 4-5 Mal die Woche Essen gehe und es sonst meist schnell, schnell gehen muss. Auf einmal nehme ich mir dafür die Zeit. Hatte ich sie vielleicht schon immer und habe sie mir nicht genommen?

Ich bin mir sehr sicher, dass die eine oder andere Mama, die das gerade liest, denkt „sie hat gut reden“.
Das stimmt. Ich muss gerade nicht schauen, wie ich kleine Kinder zusammen mit Home Office unter einen Hut bekomme – wie ich nebenbei auch noch Mathe, Englisch und co unterrichten soll.

Aber auch ich habe natürlich diese Momente, wo ich denke, dass das Gras auf der anderen Seite gerade grüner ist. Das Familienfoto aus Insta, wo alle eingekuschelt auf dem Sofa einen Film abends gucken? Hach hätte ich das nicht auch gerade gern?
Und ja, die Leute, die einen großen Garten haben, die haben ja auch leicht reden, dass das gerade alles gerade nicht so schlimm für sie ist. Oder?
Ich gestehe – als ich letzten Samstag meine „die Welt nervt mich und die Situation wird mir gerade einfach zu viel“ Stimmung hatte, war ich kurz davor all diesen Hobbygärtnern Blattläuse zu wünschen.

Aber – und das ist der eigentliche Kern dieses Blogartikels: Ich kann an der Situation gerade nichts ändern.
Ich kann nur bei mir sein und mich um mich kümmern – und wenn es mir dann gut geht, dann habe ich auch die Kapazität mich um andere zu kümmern. Durch ein offenes Ohr, durch hoffentlich gute und unterhaltsame Instastorys, durch Freunde fragen „braucht ihr was“.
Ich kann das Geschehen – die Welt da draußen – gerade nicht beeinflussen. Die Lage bleibt wie sie ist, egal ob ich noch mehr News gucke die mich runterziehen und ich jeden Schnipsel per Social Media aufsauge, die Influencer gerade posten und „ja keine Panik“ verbreiten wollen und dann doch nichts anderes tun. Egal ob ich mich gerade gut oder schlecht fühle – das Weltgeschehen können wir, die gerade am besten Zuhause bleiben sollten, dadurch nicht beeinflussen. Wir können nur uns und unsere kleine Welt beeinflussen.

Die Tage hat wohl jeder den Spruch gelesen „Unsere Großeltern mussten in den Krieg ziehen, dann werden wir es ja wohl auch schaffen, ein paar Wochen auf dem Sofa zu bleiben.“

So wahr – und so falsch.

Wahr, wenn es einem mental gut geht, wenn man es schafft sich aus dem Gedankenkarussell rauszuziehen, wenn man ein schönes Zuhause mit genug Platz hat, wenn man gerne alleine ist, wenn niemand da ist, oder der seine Liebsten um sich hat und das genießen kann.

Falsch, wenn man ein ängstlicher Mensch ist, wenn man Angst um seine Liebsten hat, wenn man vielleicht keine Liebsten hat und gerade in Einsamkeit ertrinkt, wenn man sich selber nicht aufraffen kann, während Social Media einem vorgaukelt, dass man gerade nebenbei spanisch lernen müsste und endlich den Vorratsschrank aufräumen muss.
Vielleicht willst Du einfach nur raus, Dich ablenken, nicht alleine sein, von jemanden in den Arm genommen werden oder gerade nicht in den Arm genommen werden von Deinem Partner, mit dem es sich auf einmal doch nicht mehr richtig anfühlt.

Was ich in den letzten Tagen am meisten gelernt habe – auch in dieser Zeit hat Neid keinen Platz in einem liebevollen Herzen.
Ich freue mich für jeden, dem es gerade gut geht – wenn nicht jetzt, wann denn dann?
Und wenn ich dann zwischendurch auch das Gefühl der Freude empfinde, oft ausgelöst durch Kleinigkeiten – weil das Licht so schön ins Wohnzimmerfenster fällt, weil der erste Pfannkuchen nicht verbrannt ist, weil die Umsätze an dem Tag gut waren, weil ich mal Zeit und Lust hatte alte Fotos zu sortieren – dann ist das nichts, wofür wir uns schämen sollten, sondern versuchen, sie weiterzugeben.

Von daher – tu, was Dir gut tut, soweit es geht.
Das kann heute was anderes sein als gestern oder morgen. Wir wissen es nicht, heute weniger denn je. Auch die Laune kann morgen eine komplett andere sein als heute – ich glaube noch nie in meinem Leben haben sich meine Emotionen so schnell von Tag zu Tag geändert.

Niemals war es so wichtig im Jetzt zu leben wie gerade. Wie Eckhart Tolle es in einem seiner Bücher beschrieben hat: Das Leben ist wie ein nebeliger Wald, wir können eh nur 10 Meter mit unserer Taschenlampe sehen. Wir sehen nicht, was dahinter ist.
Ok, die Sicht ist gerade sehr wahrscheinlich noch mal schlechter geworden. Manche sehen vielleicht noch 5 Meter weit, manche sehen kaum mehr die Hand vor Augen… Aber ganz vielleicht sehen wir dennoch am Wegesrand hin und wieder die Schönheit – auch in dieser Zeit.

Liebste Grüße,
Ricarda

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14 Kommentare
  1. Michaela Lindner

    29. März 2020 um 22:23

    Das hast du total klasse geschrieben ich danke dir für diese Zeilen.Hanz liebe Grüße ,Mika

    Antworten

  2. Carlinda Chaos

    29. März 2020 um 22:28

    Das hast du toll geschrieben 😍😍😍
    Mir geht es so ähnlich, das ich es schwer habe abzuschalten.
    Allen da draußen viel Kraft

    Antworten

  3. Julia

    29. März 2020 um 22:28

    Wunderschön

    Antworten

  4. Martina

    29. März 2020 um 22:37

    WUNDERBARE WORTE! Danke dafür!❤️
    Ich bin so voller Energie und gleichzeitig voller Unsicherheit! Aber hey wann, wenn nicht jetzt!
    Auch den Mut haben, mehr zu tun, um auch den zu helfen, denen die Kraft fehlt!

    Antworten

  5. Claudia Zimmermann

    29. März 2020 um 23:04

    Liebe Ricarda!

    Du hast das so schön geschrieben!
    Sprichst mir aus der Seele. Danke.
    😘❤
    Ich bin zwar nicht alleine, mein Mann und mein 4jähriger Rabauke are in the house, aber es ist trotzdem nicht leicht.
    Und das nach knapp 2 Wochen 😜🤣
    Ich bin auch dankbar, was die ganzen Menschen da draußen alles leisten. Hut ab!
    Ich würde auch gerne Homeoffice machen, leider ist das als Kellnerin nicht möglich 😭.
    Dennoch ist es unglaublich auf was man alles verzichten kann und unwichtig ist.
    Wir haben zwar einen Garten bei unserer Wohnanlage dabei, aber wenn 2 Kinder draußen sind wirds halt in der jetzigen Situation doch etwas eng.
    Deshalb hab ich es mir mit meinem Sohn zum täglichen Ritual gemacht, eine Runde, am späten Nachmittag meistens, spazieren laufen, da Sohn mit Roller fährt 😄, oder in den Wald zu gehen.

    So jetzt hab ich dich genug voll gequatscht. 😄
    Ich wünsche dir alles Liebe und bleib gesund. 🤗 Claudia

    Antworten

  6. Ani Lorak

    29. März 2020 um 23:14

    Wie wahr. Ich habe 2 Kinder und wir haben einen Garten, viel Platz im Haus. Die Kinder sind sonst in der Schule und beide Schwimmen, sind also viel Beim Training. Wir sind daheim wie noch nie. Es läuft besser als erwartet. Ich bin ein Mensch, der gerne die Kontrolle hat und irgendwie bin ich kurz vor ‚ich dreh gleich durch‘ und ich habe ein Urvertrauen, dass nicht meines ist, so gar nicht. Mich hält der Sonnenschein die letzten Wochen aufrecht. Ich verbiete mir panisch zu werden,. Gut, ich bin erst 2 Tage im Homeoffice und arbeite länger als sonst. Die Kinder sind verständnisvoll, machen Ihre Aufgaben. Es sind eben keine Ferien, das Wort ist blöd. Das Trainingslager für den 15 jährigen abgesagt, der Flug nach Portugal auch. Es wird spannend. Dankbar bin ich auch zwischendurch und es ist recht harmonisch wie sonst nie. Wie haben einen Mixer/Blender bestellt, der Sohn mixt Smoothies. Ja, es ist für Dich leichter als mit kleinen Kindern, unsere sind gross, aber so wie Du schreibst, eben auch keine Ablenkung, keine Familie. Jeder trägt sein Paket und ich bin immer gestresst, aber jetzt gar nicht, auch wenn das Einkaufen kompliziert und länger dauert. Ich bin überzeugt, es wird vieles gerade rücken. Ich versuche local zu kaufen, kleine zu unterstützen. Angst vor Kurzarbeit habe ich nicht, verdiene gut und bin gefragt. Dazu die Sicherheit des Arbeitsplatzes meines Mannes. Jeder hat seinen Platz und seine Aufgabe. Ich habe Respekt vor der Arbeit der Ärzte, der Pfleger/innen, der Verkäufe in Supermärkte, den Briefbogen, Paketboten, Abfallentsorgern und allen, die jetzt für alle da sind. Respekt, der bedeutet, ich bleibe daheim. Alleine der Gedanke ich bringe diese Menschen in die Situation, Entscheidungen treffen zu müssen, wem geholfen wird, wenn nicht allen zu helfen ist. Das ist unsere Pflicht, das zu verhindern. Meine Fehler Kosten nur Geld, auch mal viel, aber es ist Geld. Ich finde, wir dürfen uns freuen und hoffen. Sonst wäre die Menschheit bereits ausgestorben. Ich wünsche Dir, Vertrauen und Hoffnung und auch irgendwie eine schöne Zeit, auch wenn es seltsam klingt. Alles Liebe. Neid ist wirklich falsch in dieser Zeit! Ich glaube fest an Karma und alles kommt zu einem zurück. Danke für Deine Worte.

    Antworten

  7. Verena

    29. März 2020 um 23:23

    Danke, liebe Ricarda, für diesen wunderschönen Blogpost! 💜

    Antworten

  8. Hanne

    30. März 2020 um 0:39

    Liebe Ricarda, sehr gut geschrieben. Wir alle haben in diesen Tagen Hochs und Tiefs. Mal bin ich ganz glücklich mit meinem Hund in meiner Blase. Dann packt mich aufgrund der Nachrichten wieder die Angst oder das heulende Elend, weil ich meine Enkelkinder an ihren Geburtstagen nicht sehen kann.
    Aber wir können nichts tun, außer den Anweisungen zu folgen.
    Alles Gute für dich und bleib gesund!
    Hanne

    Antworten

  9. Diaba

    30. März 2020 um 1:15

    Wunderbare Worte. Danke, dass du uns deine Sicht teilst.

    Antworten

  10. Julia

    30. März 2020 um 2:48

    Wow!
    Du sprichst mir echt aus der Seele.
    Ich bin in glücklichen (?) Lage, noch normal im 12h Schichtdienst zu arbeiten. Dadurch, dass ich in der freiwilligen Feuerwehr in einer größeren Stadt auch sehr aktiv bin, fühlt es sich auch da eher wie Normalität an. Aber wenn man dann diese und jene Zusammenkunft absagen muss oder gleich gar nicht planen kann, nervt einen das ganze schon extrem. Und dann hab auch ich die Gedanken: oh man, andere können überhaupt keine Leute treffen, keine Kollegen, Kameraden usw. Sieh mal, wie gut es dir geht.
    Aber wie du schon sagst: ich sehe nur meine kleine Welt und da ist es eben gerade schlimm, keine Jugendfeuerwehr anhalten zu dürfen, keine Geburtstagsfeiern zu feiern, nicht in den Stoffladen um die Ecke gehen zu können um sie anzufassen usw usw.

    Vielen Dank, dass du deine Gedanken mit uns teilst und vielleicht fühlen wir uns alle ein wenig verstandener.
    Liebste Grüße
    Julia

    Antworten

  11. Michaela

    30. März 2020 um 11:45

    Fühl dich virtuell umarmt für deine Worte. Euch beschreibst es wirklich sehr gut.
    Ich lebe zwischen alles ist normal und absoluter Unwirklichkeit und der Erkenntnis eindeutig zu viele Apokalypse Filme geschaut zu haben!
    Ich bin froh zu Hause sein zu dürfen. Als Risikopatient bin ich freigestellt. Dazu abgesichert durch den Job im öffentlichen Dienst. Mir geht’s gut. Ich bin tagsüber alleine mit meinem Hund, da mein Mann arbeiten muss. Ich gehe viel spazieren und genieße die Ruhe auf den Strassen und unterwegs. Und stelle mir auch die Frage: darf ich das genießen? Darf ich es gut finde zu Hause zu sein? Meine Kollegen arbeiten in 2 Schichten zwischen 6 und 22 Uhr oder im Home Office. Beraten weiter unsere Kunden oder sind in andere Abteilungen versetzt um der Flut an Anträgen nachzukommen. Ich ziehe meinen Hut vor meinen Kollegen/*innen die das stemmen müssen und habe das schlechte Gewissen nicht helfen zu können. Ich weiss, dass meine Kollegen froh sind dass ich zu Hause bin und mich so schütze. Und genau das ist gerade die wichtigste Aufgabe von uns allen. Gesund zu bleiben! Gehört da nicht auch die geistige Gesundheit dazu? Und damit auch die Fähigkeit sich im größten Chaos an kleinen Dingen zu erfreuen? Ich denke das gehört dazu. Das ist die Natur des Menschen. Vielleicht zeigt uns diese ganze Krise auch einfach, dass es nicht nur schwarz und weiss gibt und das Schatten nicht ohne Licht geht.
    Deswegen freue ich mich,morgen mit meinem Schatz seinen Geburtstag feiern zu können. Ohne Termine und Zeitdruck. Ein Licht im ganzen Chaos! Ich kann das Chaos nicht ändern, aber ich kann entscheiden wie ich damit umgehe.

    Liebe Grüße
    Michaela

    Antworten

  12. Sandra

    30. März 2020 um 19:19

    Da sprichst du mir etwas aus der Seele. Ich arbeite in einer Lebensmittel Spedition, bin von der kriese nicht so sehr betroffen, aber mir macht diese Situation zur Zeit schon etwas Angst. Nicht evtl. an diesem schlimmes Virus zu erkranken, sondern eher wann die Welt sich wieder weiter dreht und vorallem wie. Wenn man von schließungen von Restaurants und Cafés hört, wieviel schaffen das und sind danach noch da. Oder der kleine Handwerker der nicht Arbeiten kann und dadurch seine Angestellten nicht bezahlen kann und und und. Und dann gibt es auch die moment wo ich nach der Arbeit, leider keine homeoffice, durch die Wohnung tanze und die Welt für einen Moment ganz normal ist und das von außen nicht in die wohnhng gelangt… Ich denke auch, dass man da in diesem Moment einfach kein schlechtes Gewissen Braucht.jeder hat seine Sorgen und Ängste zu Zeit, da ist es doch mal gut sich gut zu fühlen 😁

    Antworten

  13. Erika

    28. April 2020 um 16:30

    Liebe Ricarda,
    ein sehr schöner Artikel. Wenn ich ehrlich bin, geht es mir gut. Ich bin zu meinen Eltern aufs Land geflohen bevor die Kontaktbeschränkungen in Kraft traten und hatte also Natur direkt vor der Nase, einen großen Garten, immer jemanden zum quatschen und gut versorgt war ich auch, da hier im Supermarkt im Nachbardorf keiner gehamstert hat, sodass es alles immer ganz normal zu kaufen gab. Ich bin doch eher introvertiert und zusätzlich hochsensibel und bin also froh, wenn ich Zeit für mich habe. Ich konnte in Ruhe meine Blogartikel schreiben, weil ich direkt Fotos im Garten machen konnte und nicht wie in Berlin (wo ich eigentlich wohne) erstmal mit Sack und Pack irgendwo hin fahren muss. Ich konnte einfach bei schönstem Sonnenschein im Garten sitzen und lesen oder einfach den Vögeln zuschauen. und ganz ehrlich.. ja mir fehlen Umarmungen, aber mir fehlt es nicht, mich mit jemandem zu treffen. Ich bin gerade vollkommen zufrieden damit nicht irgendwen zu treffen und ewig hin und herzufahren. Das habe ich mich bisher nicht getraut irgendwem zu sagen. Ich denke mal das wird sich vielleicht ändern, wenn ich wieder allein in Berlin bin.. Schon allein der Gedanke, zurück in die Großstadt zu müssen, ist aktuell furchtbar, aber die Bachelorarbeit schreibt sich nicht von allein udn die Literatur ist nun mal dort. So hat, wie du schon sagtest, jeder seine Umgangsweise mit der Situation und findet andere Dinge doof oder anstrengend. Ich finde es wichtig und schön, sich über die kleinen Dinge im Leben zu freuen. Immer.

    Liebe Grüße,
    Erika

    Antworten

    • Ricarda

      30. April 2020 um 12:15

      Genieße die Zeit noch bei Deinen Eltern! <3

      Antworten

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Ricarda, Kreativbloggerin aus Hamburg
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