Huhu ihr Lieben,
heute gibt es eine Anleitung für euch, wie man ganz schnell und einfach eine Küchenschürze näht.
Nehmt einen Stoffstreifen, der so lang ist wie der Umfang der Stelle wo die Schürze sitzen soll (also irgendwo zwischen Taille und Hüfte) plus ca 100cm extra zum Binden. Der Stoffstreifen kann natürlich auch gestückelt werden. Der Streifen ist bei mir 15cm breit und wird wie ein Schrägband gebügelt, wie ihr auf dem Bild erkennen könnt.
Dabei liegt der Stoffstreifen wie in Bild 1 zu sehen vor euch, die Enden werden ca 1 cm eingeklappt und gebügelt (2), anschließend den Streifen mittig falten (3) und bügeln. Anschließend wieder aufklappen (4) und jeweils zur gebügelten Mitte hin den Stoff umschlagen (5 und 6) und wieder bügeln. Nun das ganze noch einmal zusammenklappen (7) und zum letzten Mal bügeln :)
Offen sieht das ganze dann aus wie auf 8 zu sehen.
Das Schürzenteil selber ist bei mir 60 breit und 35 hoch, dafür nehmt ihr am Besten die Hälfte eures Hüftdurchmessers plus 10-15cm, damit die Schürze auch wirklich vorne alles bedeckt.
Für die Tasche habe ich einfach zwei Stoffstücke, jeweils 15 x 15 cm, zugeschnitten und eine Seite mit Vlies verstärkt, damit die Tasche mehr Stabilität hat.
Die Stoffstücke rechts auf rechts zusammennähen (3) und eine 8 cm lange Wendeöffnung lassen (4). Wenn ihr wie ich eine geraffte Stoffverzierung an der Tasche haben mögt, ein Stück Stoff raffen und zwischen die Stoffteile mit festnähen (1 und 2).
Die Tasche wenden, auf das Schürzenteil an der gewünschten Positition feststecken, die Wendeöffnung schaut dabei zur Seite oder nach unten und wird nun beim Annähen automatisch mit verschlossen.
Unten habe ich noch zwei geraffte Stoffbahnen drangenäht. Dafür zwei ca 10cm breite Stoffstreifen zuschneiden und die beiden langen Seiten ca 0,5cm umklappen. Nun jeweils eine der langen Seiten raffen, die andere Seite einmal absteppen.
Anschließend habe ich die erste Rüsche wie auf dem Foto an das Schürzenteil festgesteckt, angenäht und darunter die zweite Rüsche festgesteckt und angenäht.
Ich gestehe, nächstes Mal würde ich wohl über den obersten Stoffstreifen noch ein Webband nähen – ich glaub das sieht einfach schöner aus. Naja nächstes Mal ;)
Nun die Schürze an der Seite begradigen und sie Seiten ca 1cm umbügeln und festnähen.
So sieht es nun von vorne aus.
Am oberen Schürzenteil und dem Band jeweils die Mitte markieren, das Band auf die rechte Seite der Schürze legen, feststecken und -nähen. Anschließend noch das Band nach oben bügeln.
Fertig :)
Wer sich jetzt vielleicht fragt, wie ich auf einmal auf geraffte Stoffbahnen komme – ich find Raffungen und Rüschen schon immer toll! Nur leider hasse ich es diese per Hand zu legen bzw zu ziehen. Das ist so eine Nervarbeit in meinen Augen.
Aber gerade an Mädchenkleidung, Sommerröcken, Sofakissen und Täschchen find ich das sooooo schön! Nur nervig – bis jetzt.
Ich habe nämlich einen neuen Nähfuß, den ich zuerst etwas beängstigend fand, allerdings völlig ohne Grund im Nachhinein – Einen Ruffler, der mir vom Nähzentrum zur Verfügung gestellt wurde.
Auf den ersten Blick ein Monster, aber erst einmal an der Maschine – total faszinierend :)
Und geht suuuper einfach. Ihr könnt einstellen, ob jeder, jeder 6. oder 12. Stich gerafft/gekräuselt werden soll (ich habe hier jeden 12. genommen) und dann noch die Länge an der kleinen Schraube vorne verändern, die bewirkt dann, dass mehr oder weniger Stoff auf einmal zusammengeschoben wird. Ihr müsst nur aufpassen, was für einen Ruffler eure Maschine braucht, denn da gibt es verschiedene Modelle.
Aber ich zeig euch einfach mal zwei schnelle Handyvideos, damit ihr seht, wie das ganze funktioniert :)
Faszinierend, oder? Mich begeistert so etwas ja, gerade wenn ich vorher dachte, dass das total kompliziert ist.
Ihr werdet also aller Wahrscheinlichkeit mehr gerafftes hier in nächste Zeit sehen ;) Und nun vieeeel Spaß beim Schürze nähen!
Ich wünsch euch ein tolles Wochenende!
Liebste Grüße,
Ricarda
P.S. Solltet ihr euch fragen, warum wir eine Schürze auf einem Dach anstatt in einer Küche fotografieren – tssss, das wäre nun wirklich zu naheliegend (und es ist mir gerade erst aufgefallen!)
















