Lappland 2014 – Unglaubliche Unterkünfte

Ihr Lieben,
es freut mich, dass euch der erste Teil meines Lapplandberichts gefallen hat! 
Um euch eine häufige Frage zu beantworten: Es war gar nicht soooo kalt :) wir hatten aber auch Glück, da wir nur maximal -12 Grad hatten, in der Woche davor waren es dagegen bis zu -30 Grad. Bin ich sonst nicht wirklich ein Freund von Eis und Kälte, ist es bei solch einer trockenen Kälte etwas anderes – schon allein weil ich 5 Schichten Klamotten anhatte :)
Der Anfang und Abschluss unserer Reise sollte etwas besonderes sein. Also haben wir für diese beiden Nächte über Fintouring besondere Hotels gebucht.
In der ersten Nacht haben wir in Glasiglus geschlafen. Und es ist ganz einfach. Es sind kleine Häuser, gebaut aus Glas und in Igluform – und mit Abstand das coolste Zimmer wo ich jemals geschlafen habe :)
Die Glasiglus bei Nacht

So sehen die Glasiglus von Innen und bei Nacht aus. Das Bett steht frei im Raum und im Rücken hat man eine kleine Küche sowie ein sehr schickes Bad inkl. Regendusche. Natürlich ist der ganze Iglu mit Fußbodenheizung ausgestattet ;)

Ein Blick nach Innen bei Nacht – gut das es Gardinen gibt ;)

Mehr als eine Nacht war allerdings nicht möglich, der Preis für die Iglus ist doch recht exklusiv :) aber mal ehrlich, wenn man diesen Blick beim Aufwachen hat, sein Kopfteil hochstellt und im Bett einen Kaffee trinkt, dann weiß man, es hat sich jeder Cent gelohnt!

Die letzte Nacht war dann eiskaltes Kontrastprogramm. Wir waren im Snow Village, einem Eishotel.
Das gesamte Gebäude wird jedes Jahr neu, anders und größer gebaut. Lediglich die Rezeption, der Frühstücksraum (wo man auch mittags essen kann) und die unterirdischen Sanitärräume, inklusive „Notbetten“ sind nichts aus Eis und somit beheizt.
Der Rest vom Hotel, sowohl das Restaurant als auch die „Zimmer“ sind aus Eis. Und damit verdammt kalt :)
Aber ich zeig euch einfach die Bilder

Im Restaurant haben wir auch zu Abend gegessen. Das Essen war gut, aber vor allem war es natürlich ein einmaliges Erlebnis bei Minusgeraden ein nettes Abschlussdinner am Ende dieses Urlaubes zu haben.
Das Hotel hat übrigens auch eine Kapelle – natürlich aus Eis – wo man heiraten kann. Mein Fall wäre es nicht, da wäre es mir doch zu kalt im Kleidchen ;)

Die beleuchteten Stehtische gehören zu einer großen Halle, die extra für einen großen Autokonzern gebaut wurde – die Feier mit 200 Leuten hätte ich zu gern gesehen!

Die Statuen und Verzierungen sind mit so viel Liebe zum Detail hergestellt, ich hätte Stundenlang mit der Kamera alles fotografieren können, aber irgendwann war es dann doch Zeit um zu schlafen.

Die Lichter im Bild zuvor, die man im Hintergrund sieht, sehen vom Nahen so aus: Lampen komplett mit Eis verkleidet.

Die Zimmer waren der Wahnsinn!
Es gibt normale Zimmer ohne viele Details und sogenannte Suiten, die alle unterschiedlich aussehen und verschiedene Themen darstellen. Am meisten hat mich die Uhrensuite beeindruckt.
Alle Zimmer kann man sich bis 22 Uhr anschauen, danach sind die Zimmer den Gästen vorbehalten.

Tja und dann haben wir aus Spaß laut geflucht, warum wir so viel Geld ausgeben um uns den A… abzufrieren ;)
Die Zimmer sind 0 bis -5 Grad „warm“. Man schläft in einem Thermo- und einem Fleeceschlafsack und behält dabei seine Thermounterwäsche und Socken an.
Ich gestehe – die Nacht war kurz. Zwar waren die Schlafsäcke am Anfang wirklich warm, aber wenn man zwischendurch wach wird – und ich schätze das wird man, einfach weil man es nicht gewohnt ist völlig eingemummt zu schlafen, sodass nur noch die Nase herausschaut – dann wird es doch irgendwann frisch :)
Um 4 Uhr morgens war die Nacht somit für mich vorbei, aber ich möchte dieses Erlebnis dennoch nicht missen. Es war ein grandioser Abschluss dieser Reise.

Ich hoffe ich konnte euch ein wenig in die Stimmung für Lappland bringen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall!

Liebste Grüße,
Ricarda

18 Kommentare zu „Lappland 2014 – Unglaubliche Unterkünfte“

  1. G'macht in Oberbayern

    Liebe Ricarda,

    das sind unglaubliche Fotos. Mir ist zwischendurch wirklich der Mund offen stehen geblieben. Das glaube ich Dir gerne, dass Du DIESE Reise niemals vergessen wirst! Danke, dass Du uns durch Deine ausführliche Fotodokumentation an diesem sagenhaften Erlebnis teilhaben lässt!
    Liebe Grüße, Marlies

  2. Das ist ja der Wahnsinn!!! Vor allem die Glasiglus finde ich toll (vermutlich auch wegen der Fußbodenheizung)!!!
    Das Eishotel ist auch cool – doppelt sozusagen. Das war bestimmt ein megakrasses Erlebnis! Mir wäre es aber wohl zu kalt. Ich war mal in Stockholm in der IceBar. Das war auch total cool, aber man musste eben nicht drin übernachten … :o))

    Und tolle Fotos hast Du gemacht!!!

    GLG
    Helga

  3. Macht total Lust auf Lappland. Vielleicht wenn die Kinder mal größer sind und das auch bewusst erleben können. Und wenn nicht mehr ganz so viel vom Haus abbezahlt werden muss…

  4. Was für Hammerbilder!
    Mein Schatz träumt schon lange mal von einem Aufenthalt im Eishotel in Jukkasjärvi! Aber da ich eine unglaugliche Frostbeule bin und selbst inunsren Breitengrden nachts im Bett mal friere wird es da wohl nur beim Träumen bleiben…

    LG scrapkat

  5. Ganz wunderbar, vielen herzlichen Dank, dass du diese Eindrücke mit uns teilst, seeeeehr beeindruckend. Da will man irgendwie gleich selber los, obwohl ich sehr glücklich mir diesem unseren derzeitigen Winter bin…. — so als Radler—… ;-))
    Danke!!!
    LG Ines

  6. Wir haben unsere Flitterwochen in Finnland/Lappland verbracht (naja, ich habe halt einen Finnen geheiratet). Es war traumhaft, vor allem die Nacht im Eishotel und die Safari mit den Schlittenhunden.
    Wo sind eigentlich diese Glasiglus zu finden? Das würde mich ja noch mal reizen.
    Gruß Melle

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