erste Teil gefallen hat. Ich hatte wirklich ein kleines wenig Angst, dass es zuviel Text ist und ihr nicht bis zum Ende kommt ;)
Fragen, die es zum ersten Teil des Tutorial „Vom Muster bis zum Stoff“ gab, trage ich nach und nach unter den Post noch mal zusammen. Und ich bin ja ein bisschen froh, dass ich nicht die einzige bin, die nicht von Anfang an eine Schablone genommen hat :)
Und nun zum zweiten Teil der Anleitung Patchworkdecke nähen. Heute kommen wir zu „von Stoffstücken zum fertigen Top“, definitiv mein Lieblingsteil beim Nähen.
Heute wird es auch eher bild- als textlastig, also fangen wir an!
Ausgangssituation ist euer Muster, was ihr euch gelegt habt. Nun werden die einzelnen Quadrate in Reihen gepackt, damit nicht alles auf dem Boden rum liegt. Ob ihr dabei von unten nach oben oder von links nach rechts vorgeht ist egal, ich mache es immer von links nach rechts.
Ihr legt das zweite Stoffstück von rechts aus der untersten Reihe auf das Stück ganz rechts der untersten Reihe.
Nun kommt das dritte Stoffstück auf das zweite Stoffstück (darunter liegt bereits das erste von rechts) usw.
ich denke das Foto ist weniger verwirrend als der Text ;)
Jetzt habt ihr eure (in diesem Fall 6) Reihen vor euch liegen.
In jeden Stoffhaufen stecke ich ein Stück Papier mit der Zahl der Reihe hinein. Die Stecknadel geht dabei durch alle Stoffstücke des Haufens. So geht nichts verloren und ich weiß immer die richtige Reihenfolge.
So könnt ihr auch die Stoffhaufen platzsparend übereinander packen, praktisch wenn man mal eine „kreative Schaffenspause“ einlegt (passiert mir an dieser Stelle fast immer).
Jetzt können wir die erste Reihe nähen, yeah!
Ihr nehmt den ersten Stoffhaufen, löst die Nadel und legt das oberste Stoffstück links ab (mit der rechten Seite nach oben…
… dann kommt das zweite Stoffstück mit der rechten Seite auf das erste Stoffstück. Wenn euer Stoff Motive hat, überlegt euch vorher, ob alle Motive in eine Richtung schauen sollen. Wenn ja, könnt ihr sie hier auch noch mal drehen.
Hier sieht man noch mal, die ersten beiden Stoffstücke liegen rechts auf rechts aufeinander.
Und endlich kann genäht werden :)
Ich nähe immer füßchenbreit (bei meiner Pfaff 0,75cm), mit einer normalen Nadel und den Standardeinstellungen der Nähmaschine.
Eigentlich braucht man hier die Anfänge und Enden nicht vernähen, da diese später durch die Reihen übergenäht werden, mache ich aber trotzdem für ein besseres Gefühl.
Die beiden Stoffstücke aufklappen, und schon sind die ersten beiden Quadrate aneinander.
Die Stoffstücke wieder links vom ersten Stoffhaufen legen…
… das dritte Stoffstück…
… mit der rechten Seite auf die rechte Seite des zweiten Stücks legen. Wieder festpinnen und nähen.
Nach dem Nähen das neu angenähte Stück wieder aufklappen…
Das gleiche macht ihr auch mit den anderen Reihen. Am Anfang einer jeden Reihe kommt bei mir wieder die Nadel mit der Nummer rein, sodass ich nicht durcheinander komme.
Sind alle Reihen fertig genäht, lege ich sie mir wieder auf den Boden. Es sieht schon definitiv etwas nach einer Decke aus :)
Kommen wir zum Bügeln. Sprüche wie „Gut gebügelt ist halb genäht“ stimmen in diesem Fall leider. Also ran ans Bügeleisen.
Ihr nehmt die erste Reihe, wendet sie und bügelt die Nahtzugaben alle in eine Richtung (sagen wir links).
Danach nehmt ihr die zweite Reihe und bügelt die Nahtzugaben alle in die andere Richtung (wäre dann rechts).
Das sieht man hoffentlich auf dem nächsten Foto, wenn ihr die beiden Reihen nun rechts auf rechts legt, sieht man, dass die Nahtzugaben voneinander weg gehen, und die Naht sich genau in der Mitte trifft.
Es gibt also später keine dicken Stellen beim Zusammennähen der Reihe und das Bügeln hilft auch etwas, dass die Nähte bei kleinen Ungenauigkeiten besser aufeinander treffen.
Nun pinne ich (gerade für den Anfang wichtig) die zwei Reihen an jeder Nahtstelle aneinander.
Hier merkt ihr auch schon, ob die Quadrate gleich groß sind und überall mit dem selben Abstand aneinander genäht wurden.
Achtet darauf, dass ihr die beiden Reihen, die ihr gerade in der Hand habt richtig aneinander pinnt, also das später beim Aufklappen der beiden aneinander genähten Reihe die erste auch über der zweiten ist und nicht auf einmal umgekehrt (passiert mir auch gerne immer wieder – ein hallo an meinen Nahtauftrenner an dieser Stelle ;)).
Vom Nähen gibt es nun kein Foto, denn dabei ist alles wie bei den einzelnen Quadraten schon gehabt. Füßchenbreit entlang der Naht nähen, am Anfang und Ende der Naht nun nur definitiv Vernähen.
Spannender ist jetzt das auseinander klappen der beiden zusammengenähten Reihen. Von links sieht es optimaler Weise ähnlich wie auf dem nächsten Bild aus, die Nahtzugaben liegen flach aufeinander und man sieht, dass die beiden Nähte, die von links nach rechts laufen sich quasi überschneiden, sprich genau aufeinander liegen.
Noch wichtiger ist natürlich die rechts Seite ;) Die sollte so aussehen.
Wenn es am Anfang nicht gleich klappt… Das ist überhaupt nicht schlimm! Alle meine Nähte passen auch heute nicht so perfekt aufeinander. Und es sieht kein Mensch, außer ihr natürlich beim Nähen. Aber mir fällt es jetzt im Gebrauch auch nicht mehr auf, also seid nicht zu streng zu euch, habt einfach Spaß an der Einzigartigkeit eurer selbst gemachten Decke.
Ab jetzt habe ich heute leider keine Fotos mehr für euch ;) Aber der Rest ist hoffentlich einfach. Die anderen Reihen werden genau so gearbeitet wie die ersten beiden Reihen.
Gerade bei sehr großen Decken finde ich es übrigens unpraktisch Reihe 1 an 2, dann 3 an die ersten beiden, 4 an die ersten dreien usw zu nähen. Da nähe ich die Reihen immer erst Paarweise (also 1+2, 3+4, 5+6 usw) aneinander und erst dann diese wieder aneinander. Dann hat man erst gegen Ende jede Menge Stoff unter der Nähmaschine.
Nun ist euer Top auch schon fertig! Die Rückseiten bügle ich ehrlich gesagt nun nicht noch einmal auseinander, nur das Top noch mal, damit es schön glatt und gerade ist.
Kann mir mal einer sagen, warum ich kein Foto nur vom fertigen Top habe? Frechheit :)
Aber morgen gibt es wieder Fotos, dann geht es weiter mit „Wie quilte ich meine Decke“. Das beinhaltet natürlich auch die Einstellungen der Nähmaschine, das Vlies, die Rückseite usw.
Hoffe euch gefällt der zweite Teil der Anleitung und ihr könnt los legen mit eurer Decke.
Habt einen tollen Tag, liebste Grüße,
Ricarda
Die weiteren Teile der Anleitung findest Du hier:
Anleitung Patchworkdecke nähen Teil 1- Vom Stoff bis zum Muster
Anleitung Patchworkdecke nähen Teil 3 – Quilten
Anleitung Patchworkdecke Teil 4 – Das Einfassen
Was heißt vernähen?
Vernähen heißt, dass man am Anfang und am Ende einer Naht ein paar Mal vor und zurücknäht, damit die Naht nicht mehr aufgehen kann.
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