Guten Morgen ihr Lieben,
Auf Facebook hatte ich es bereits gezeigt und angekündigt, heute mag ich euch zeigen wie man ein Kameraband ganz einfach selber nähen kann und gebe ein paar Tipps, wie das Nähen auch mit einer (ordentlichen) Haushaltsnähmaschine funktioniert, obwohl wir uns durch einige dicke Lagen Material nähen müssen. Garantiert!
Oh ha, ich lehn mich ja weit aus dem Fenster ;) aber ich bin wirklich überzeugt, dass jeder ein schönes Kameraband am Ende in den Händen halten kann.
Kameraband-Set, dieses erhältlich in braun, schwarz und türkis
Ledernadeln
Webband, Stoff und alles was ihr mögt um das Gurtband zu pimpen
Stylefix (optional)
Schutzbrille ;) (auch optional)
Tipps und warum ich welches Material nehme gibt es am Ende des Posts.
Unten seht ihr das Gurtband vorher und nachher. Zum Fixieren des Webbands, bzw hier vom Stoff nehme ich Stylefix, damit alles schön mittig ist und ich in einem Rutsch durchnähen kann. Oben auf dem Bild seht ihr hoffentlich, dass ich die Nadelposition etwas nach links verstellt habe, so näht es sich viel leichter, da ihr euch nicht auf die Nadel, sondern auf das offene Ende vorne am Nähfuß konzentrieren könnt und so den Stoff leichter gerade führen könnt.
Den Stoff habe ich einfach wie Schrägband gefaltet (hier zu sehen wie man den Stoffstreifen bügelt).
Schon fertig :) Jetzt kann das Band auch noch gepimpt werden, ich habe kleine Anhänger mit Regenschirmen mit der Heißklebepistole aufgeklebt.
– Kauft euch Ledernadeln! Die Investition lohnt sich. Ich selbst hab mir so viele Jeansnadeln abgebrochen bis ich meinen Hintern endlich hoch bekommen habe und mir welche gekauft habe. Die Spitze ist anders als bei normalen Nadeln und der Motor eurer Maschine wird es euch danken.
– Schweißerbrille… ähm Schutzbrille ;) Ich habe mir für 3 Euro oder so im Internet (A*mazon) eine Nerdbrille mit Fensterglas gekauft, weil ich mittlerweile bei dicken Materialen etwas Furcht habe, dass mir eine Nadel abbricht. Oft genug hänge ich gefühlt 3 mm vor der Nähmaschine wenn ich ganz genau nähen will und abgebrochene Nadeln fliegen dann gern Richtung Auge (hier ist mir zum Glück keine abgebrochen). Mit der Brille ist mir das jetzt völlig egal. Sieht zwar mega dämlich aus, aber das interessiert mich wenig :)
– Stichlänge weiter machen, wie oben schon beschrieben. Und langsam nähen! Mit versenkter Nadel (mache ich eh immer, damit das Material bei einer „Pause“ nicht wegrutschen kann).
– Das Kameraband-Set… Puh, da haben Nadine und ich gesucht! Nadine ist ja eh immer auf der Suche nach neuen Dingen für den Shop und ich meinte „Mensch, so ein fertiges Kamerakit, das wäre es, hab das bis jetzt nur in einzelnen Bestandteilen gefunden“… Lange hat sie gesucht, es sollte wirklich eins sein, was man mit einer normalen Maschine nähen kann. Daher haben wir uns am Ende auch für Kunstleder entschieden. 2 Lagen Echtleder plus Gurtband kriegen einfach die meisten Haushaltsmaschinen nicht mehr hin, oder die Nähte werden krumm, viel zu eng, Stiche werden ausgelassen… Nervig!
Das Kunstleder was wir nun gefunden haben lässt sich super nähen, keine Nadel ist mir abgebrochen bei den vier Bändern die ich bis jetzt gemacht habe, die Stiche sind super sauber wie man auf den Bildern sehen kann und die Qualität ist echt toll, die Kanten schön verarbeitet… Ich würd mir das Band nicht selbst an die Kamera machen, wenn ich nicht restlos überzeugt wäre.
Es kann natürlich auch jedes andere Set für Kamerabänder genommen werden oder selbst hergestellt werden, ist klar ;)
Ich werd jetzt jedem, der ne Kamera hat einen Kameragurt als Mitbringsel schenken, anstatt eines Schlüsselanhängers. Super auch als Weihnachtsgeschenkt ;)
Und es dauert keine 30 Minuten!
Ich geh mir dann mal den nächsten Gurt nähen… Muss ja wieder zum Outfit passen ;)
Kameraband-Set, Stoff, Anhänger und Webbänder wurden mir von Alles-fuer-selbermacher zur Verfügung gestellt. Danke Schwesterherz, dass ich mal wieder klauen durfte ;)
Liebste Grüße und habt ein tolles Wochenende!
Ricarda









