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Die Mindclass – ein Wochenende voller Erkenntnisse

Huhu ihr Lieben,

puh – vor dem Blogpost heute habe ich ein bisschen Bammel. Kennt ihr das, wenn ihr ein Thema habt, was euch total fesselt, euch begeistert, ihr am liebsten der ganzen Welt davon berichten möchtet, aber Sorge habt, nicht die richtigen Worte zu finden? Genau das ist heute mein klitzekleines Problem :)

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass ich finde, das Steffen Böttcher, besser bekannt als Stilpirat, eine coole Sau ist. Anders lässt es sich nicht beschreiben.

Meine Freude darüber, als Steffen mir mal schrieb, weil er seinen Namen in meinem Blog gelesen hat (was für ein Glück, dass seine Frau meinen Blog liest ;)), war dementsprechend groß und irgendwie kamen wir ins Gespräch. So hatte ich das wahnsinnige Vergnügen, an Steffens erster Test-Mindclass teilzunehmen, wobei Test eigentlich das falsche Wort ist, denn er lud sich 3 seiner Freunde ein, um ein erstes Feedback zu bekommen… und mich. Schluck.

Aber ich war so gespannt darauf, an der ersten Mindclass teilzunehmen, dass die Vorfreude definitiv überwog und ich mich Anfang Dezember voller Begeisterung auf den Weg in die Nordheide gemacht habe, um in gemütlicher Runde zwei großartige Tage mit Steffen, seiner Frau und drei weiteren super symphatischen und inspirierenden Menschen zu verbringen.

Als erstes sei gesagt, ich finde die Mindclass müsste Mindblowing-Class heißen. Und im Gegensatz zu den anderen Workshops von Steffen, geht es hier nicht um das Thema Blende, Belichtungszeit und Perspektiven, sondern es geht um etwas viel wichtigeres: Es geht um DICH – und um Deine Gedanken und Denkprozesse, die du im Laufe der Zeit dir angeeignet hast. Definitiv ein wertvolles Thema.

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In sehr gemütlicher Atmosphäre haben Steffen und seine Frau Christina durch die zwei Tage geführt, der Holztisch immer prall gefüllt mit Essen und Getränken. Wir haben viel zum Thema gehört, warum wir wie denken und wie wir schlechte Denkprozesse neu ordnen können. Warum die Motivation der größte Anreiz ist um seine Ziele zu erreichen, wie man Ziele konkret formuliert und wie man im Alltag kreativ(er) sein kann.

“Ja ja, alles schon mal gehört, und reden kann ja jeder viel.” ist ein Gedanke, den man hier vielleicht bekommen könnte. Aber Steffen hat uns zum Einstieg erzählt, wie sein Leben verlaufen ist und das es das Leben definitiv nicht immer so gut mit ihm meinte wie in der Gegenwart, weder beruflich noch privat.

Wenn also jemand vor dir steht, der schon einmal privat durch den größten Mist gegangen ist, inklusive Scheidung, Job verloren und Burn Out und heute ein glücklicher und erfolgreicher Mensch ist… Dann weißt du definitiv, der Typ weiß wovon er redet.

Mein Lieblingswort des Wochenendes war übrigens Gedankenhygiene. Und es stimmt so sehr!

Wie oft machen wir uns um Gedanken um Kleinigkeiten? Dinge die andere im Nebensatz gesagt haben und vielleicht gar nicht so meinten. Aber wir denken da noch den ganzen Abend drüber nach, im schlechtesten Fall sogar noch nachts. Weg damit! Braucht kein Mensch. Einfach entsorgen, reinigen… Okay einfach geht das nicht immer. Aber man kann und sollte es üben, denn es macht uns definitiv glücklicher.

Wir müssen ja sowieso denken, warum dann nicht gleich positiv?

Negative Gedanken rauben uns so viel Energie und lassen auch die Kreativität versiegen. Geht es euch da wie mir? Desto glücklicher und besser gelaunt ihr seid, desto kreativer seid ihr? Ich glaube man merkt es meinen Posts sehr stark an, wie meine Laune zur Zeit ist.

Wir befinden uns einfach viel zu oft auf einer Gedankenebene, die negativ ist, und zwar so oft, dass viele von uns es schon gar nicht mehr merken.”Warum ist das Wochenende schon vorbei?” “Puh es ist viel zu kalt draußen.” “Es ist viel zu warm draußen.” “Warum ist denn jetzt hier Stau?” “Immer steh ich an der langsamsten Kasse” usw. Ich versuche solche Gedanken jetzt noch bewusster nicht zuzulassen. Denn mal ehrlich – es nützt ja nichts. All diese Dinge passieren so oder so, wir können sie nicht (mehr) ändern – aber wir können unsere Gedanken und Herangehensweise an die Situation ändern.

Mein Aha-Erlebnis vom Wochenende

Am Ende des ersten Tages ging es auch um das Thema Ziele setzen und richtig formulieren. Da ist mir wirklich voller Erschrecken klar geworden, dass ich mir noch nie bewusst Ziele in meinem Leben gesetzt habe! Ja natürlich, ich habe gesagt, “Diese oder jenes möchte ich machen/schaffen” oder habe To Do Listen geschrieben. Aber richtig bewusst Ziele?! Nein. Ich war fällig schockiert wie planlos ich durch mein vermeintlich organisiertes Leben laufe. Als ich Steffen am zweiten Tag davon berichtete, meinte er recht trocken zu mir “Und jetzt überleg mal was du erreichen könntest, wenn du dir Ziele setzt.” Zack, voll auf die Zwölf – und er hat so recht!

Und was ist, wenn man scheitert?

Dann scheitert man eben! Und was passiert im schlimmsten Fall? In der Regel nichts, was am Ende nicht behoben werden kann oder was wirklich langfristig negative Folgen hat. Man hat Angst, natürlich! Aber die meisten negativen Fälle die wir uns ausmalen, treffen niemals ein. Warum also einen negativen Gedanken daran verschwenden?! Natürlich sollte man die Welt nicht immer nur rosa-rot sehen, aber so schwarz wie man sie manchmal sieht ist sie ebenso wenig. Scheitern und Fehler machen gehört zum Leben dazu. Es passiert jedem irgendwann einmal – die Frage ist: Wie gehen wir damit um? 

Mein Fazit

Die zwei Tage beinhalteten natürlich noch so viel mehr, aber ich finde, davon solltet ihr euch am besten selber überzeugen, denn mittlerweile starten bei Steffen die ersten offiziellen Workshops. Ich bin zur Mindclass mit den banalen Erwartungen hingefahren, Tipps zum Thema Kreativität und wie man diese im Alltagsstress besser integrieren kann zu bekommen. Nach Hause gefahren bin ich mit so viel mehr – mit der Einsicht, dass ich meine Gedankenmuster durchbrechen und so einige Themen anders angehen möchte. Und ja, natürlich funktioniert das nicht von heute auf morgen und ist mit Arbeit verbunden – aber ich bin mir sicher, sie ist es wert!

Liebste Grüße,
Ricarda

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19 Kommentare
  1. Emma

    8. Januar 2015 um 17:34

    Oh wow das klingt soooo gut! Ein Workshop beim Stilpiraten..das wär’s…pühhhh leider zu weit weg… ich würde sonst schwach werden… und by the way toll geschrieben.. liebe Grüße aus dem tiefsten Süden ;) emma

    Antworten

  2. marion

    8. Januar 2015 um 18:35

    liebe ricarda,
    ich hätte gern meinen senf dazu gegeben, aber mir fehlen die worte. oder eigentlich nicht. ich würde zuviel schwafeln und das würde hier den rahmen sprengen…
    nur soviel will ich sagen: du beschreibst genau meine lebensweise!
    positiv denken, seine zeit nicht mit gemecker vergäuden, wissen, dass deine erwartungshaltungen meißt bestätigt werden, entscheidungen treffen und mit den konsequenten leben, lernen, mit alltagsstress umzugehen, statt sich ewig zu grähmen, wissen, wann schluss ist und vor allem darauf zu vertrauen, dass die welt sich weiterdreht, das leben weitergeht, wenn doch mal was schiefläuft.
    und das sage ich, mutter, unternehmerin und freundin eines unternehmers ;)))
    so, nun doch geschwafelt…war aber auch mal gut!
    liebe grüße von der ostsee
    marion

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  3. Sandra

    8. Januar 2015 um 20:51

    Ricarda, das was du an 2 Tagen erlebt hast, mache ich seit Anfang November im Einzeltraining und ich kann nur sagen. Think positive! …es ist so wichtig und macht was mit dir…
    Liebe Grüße
    Sandra

    Antworten

  4. decofine

    9. Januar 2015 um 7:32

    Das hört sich echt interessant an und toll ist, dass Du so viel mitnehmen konntest.

    Früher habe ich auch über viele Kleinigkeiten Stunden oder Tage nachgedacht, gegrübelt habe,was ich hätte tun können, sagen sollen, fühlen müssen.

    Da habe ich mich oft schlecht gefühlt und am Ende War ja alles nie so schlimm.

    Irgendwann fiel mir mal ein Spruch in die Hände (leider vergessen von wem):

    “Glücklich ist, wer vergisst, was nicht mehr zu ändern ist.”

    Das ist heute mein Mantra, wenn die Gedanken wieder um vergangenes kreisen und nicht zur Ruhe kommen Wollen.klappt ganz gut :))).

    LG
    Sandra

    Antworten

    • Ricarda

      9. Januar 2015 um 12:25

      Hach was für ein schöner Spruch! Danke Sandra :)

      Antworten

  5. mira

    9. Januar 2015 um 8:18

    Ein sehr interessantes Thema. Marion hat es schon oben sehr gut beschrieben und ich kann dem nur zupflichten. Was gewesen ist, kann man nicht mehr ändern, es sei denn, eine von uns hätte eine Zeitmaschine im Schrank ;-) Aber es ist auch gut, dass wir nicht nur Poitives im Leben erfahren, denn sonst würden wir uns nicht weiter entwickeln und Neues ausprobieren. Aus der “Not” heraus werden ja bekanntlich die größten Dinge geboren. Und das Thema “Gedankenhygiene” ist etwas, das ich mittlerweile jeden Tag praktiziere – habe es bisher aber nicht so genannt, gefällt mir :-) Ich kenne auch ein paar Mensche, die sich über den Krach beschweren, wenn das Glück an die Tür klopft.
    Habt einen wunerbaren Tag
    Mira

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  6. Simone Hesse

    9. Januar 2015 um 8:32

    Guten Morgen,
    das klingt höchst interessant. Ich klicke mich gleich mal weiter!
    Dein Post liest sich sehr schön. Darüber würde ich gerne mal persönlich quatschen. Ein Thema welches gerade viel bei mir umherwabert – komisch!?

    LG Simone

    Antworten

  7. Boris

    9. Januar 2015 um 9:28

    Hi Ricarda,

    Ich habe Steffen inzwischen auch schon mal persönlich kennen gelernt. Ich habe den Eindruck, er hat sich in den letzten Jahren sehr gewandelt – oder sollte ich sagen: entwickelt?! :) Coole Sau, Weltenbummler, kindlich geblieben ohne leichtfertig zu sein – das sind so ein paar spontane Eindrücke gewesen.

    Was Du beschreibst, habe ich vor einigen Jahren begonnen – Gedankenhygiene. Dazu gehört auch, dass ich bestimmte Hashtags bei Twitter blockiere oder gleich ganzen Twitterern entfolge, wenn Dir mir die Timeline mit negativen Gedanken fluten.

    Zum Stau sagte mal jemand: Du hast viel Geld bezahlt für das Auto, Steuern, Werkstatt, Benzin, um jetzt in diesem Stau stehen zu dürfen. Dir geht es ganz offensichtlich richtig gut, denn sonst könntest Du Dir das gar nicht leisten. Freu Dich also, dass Du daran teilhaben darfst :) Klingt erstmal total bescheuert – ist aber doch wahr. Termine kann man verschieben, denn uns geht es so verdammt gut, dass wir sogar ein mobiles Telefon haben.

    Es gibt Lösungen, keine Probleme.

    Das Thema mit der konkreten Zielsetzung ist aber auch eines, an dem ich definitiv noch arbeite. Immerhin habe ich schon erkannt, dass ich da ein Defizit habe – ist ja auch schon viel wert :)

    Viel Erfolg auf Deinem – neuen / frischen – Weg.

    Boris

    Antworten

    • Ricarda

      9. Januar 2015 um 12:25

      Ein super Beispiel mit dem Stau! Ja irgendwie typische “Erste Weltprobleme”… :)

      Antworten

  8. Hansdieter

    9. Januar 2015 um 10:29

    Sehr schöner Bericht. Ich kann dem nur zustimmen: “Das Leben war nie als Kampf gedacht. Vielmehr beruht das Menschheitsprinzip in der Entfaltung der eigenen geistigen Fähigkeiten. Es ist weder Glück noch Zufall, dass es Menschen gibt, denen alles zufällt und wiederum andere gibt, bei denen nichts klappt. Der Schlüssel liegt in dir und in deinen Denk- und Verhaltensmustern. Sie bestimmen deine Lebenshaltung und die entscheidet maßgeblich über deinen Erfolg.”
    Vor über 20 Jahren fing ich auch an mich mehr mit dem Thema auch bewusst zu befassen. Der Anfang war ein Buch von Joseph Murphy “Die Macht Ihres Unterbewusstseins”. Darin kann man schon viel über die Grundlagen des positiven Handelns und Denkens lesen. Ein Nachfolger von Murphy in Deutschland ist > Erhanrd F. Freitag < mit vielen Büchern und Hör-CD´s ( http://www.efreitag.com/ ". Damals gab es diesen Hörgenuss noch auf Kassette. Jeden Tag zur Arbeit die halbe Stunde im Zug habe ich die Kassetten über Kopfhörer gehört. (http://www.erhard-f-freitag.de/).
    Auch das Buch "Die Wunderwirkung Grosszügigen Denkens" von David J. Schwartz kann ich nur wärmstens empfehlen. Ich könnte noch viele interessante Bücher hier nennen. z.B. "Ich bin OK, du bist OK" von Thomas A. Harris. Nach einigem lesen stellt sich das Umdenken ein und die Handlungen zum Positiven haben immer mehr Erfolg, und so auch der Erfolg im eigenen Umfeld und Arbeitsleben.

    Antworten

    • Ricarda

      9. Januar 2015 um 12:22

      Vielen Dank für die Lese- und Hörtipps!

      Antworten

  9. Hauke

    9. Januar 2015 um 11:08

    Moin Ricarda,
    ich bin in einer Woche beim Steffen bei seiner Masterclass. Nach deinem (und anderen) Berichten frage ich mich, ob ich nicht falsch gebucht habe und noch umbuchen sollte :-). Es klingt echt spannend und ich glaube, noch so detaillierte Beschreibungen können einem Aussenstehenden nicht annähernd darstellen, was bei der Mindclass mit einem passiert, oder? Ich schätze Steffen seit Jahren für seine leidenschaftliche Art zu fotografieren und davon zu berichten. Ich freue mich schon darauf, ihn persönlich kennenzulernen und vermute, dass es nach der Masterclass nicht lange dauern wird, bis ich das Mindclassticket buche :-). Danke für deinen Bericht.
    Gruß Hauke

    Antworten

    • Ricarda

      9. Januar 2015 um 12:21

      Hi Hauke, sehr gern! Ja man kann es wirklich nur sehr schwer in Worte fassen. Jedes Mal wenn ich meine Notizen von dem Wochenende durchschaue bin ich vom Neuen überrascht :)

      Antworten

  10. Guido

    9. Januar 2015 um 12:37

    Spannend wäre, wenn Du in 1-2 Jahren rekapitulierst, was sich aufgrund des Workshops wirklich in Deinem Leben geändert hat. Die Antwort bei der Mehrheit ist statistisch: Nichts. Ja, das ist jetzt wieder so ein negatives Denken, aber mehrheitlich kommen die Leute euphorisiert und mit besten Absichten von solchen Workshops, schaffen es aber nicht, das Gehörte im Alltag umzusetzen.

    Antworten

    • Ricarda

      9. Januar 2015 um 12:40

      Hui, das ist wirklich negativ :) Ich denke mir, wenn man eine gute/wertvolle Sache für sich aus so einem Workshop mit nimmt, hat es sich schon gelohnt :)

      Antworten

  11. Ulrich Leimkötter

    9. Januar 2015 um 14:13

    Ich mag den Stilpiraten als Fotografen sehr. Aber diese Motivationsarie ist aus meiner Erfahrung eher hinderlich. Das sage ich weil ich im Aschenbecher war.

    Antworten

    • Hansdieter

      9. Januar 2015 um 20:41

      Jedes Handeln beginnt im Kopf. Du bist wie du denkst. Denkst du positiv, so handelst du positiv. Irgendwann musst du nur mit dem “positiven” anfangen, wenn es dir nicht schon in die Wiege gelegt worden ist. Solche Seminare sind für viele ” Suchende” sehr hilfreich hierüber Erkennis zu erlangen.

      Antworten

  12. Bodo Oerder

    10. Januar 2015 um 8:08

    Hi, schon seit längerem verfolge ich den Stilpiraten. Sein Wesen, seine Art und seine Denkvermittlung sprengt die Sympathieskala. Du hast das gerade wieder bestätigt. Dank für den tollen Bericht. LG

    Antworten

  13. Kathrin

    18. Januar 2015 um 16:38

    Liebe Ricarda, hach, Du Glückliche, dass Du diese wundervolle Erfahrung schon machen durftest. Danke fürs Teilen! Hört sich SO spannend an. Ganz viel Spaß beim Mit-in-den-Alltag-nehmen. Liebe positive (das Wetter IST aber auch doof da draußen ;-)))) Gedanken, Kathrin

    Antworten

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