Ihr Lieben,
dieses Jahr gab es bei mir eine neue Liebe zu entdecken – Amsterdam!
Und da bei mir jetzt schon die ersten Gedanken für Urlaube und Trips im nächsten Jahr durch den Kopf geistern, gibt es eine kleine Anregung von mir, Amsterdam auf eure Wunschliste aufzunehmen.
Amsterdam hatte leichtes Spiel bei mir. Das Wetter am ersten Augustwochenende war bombastisch, die Stadt wegen der Gay Pride (eine Schwulen- und Lesbenparade) gefüllt mit jeder Menge Leben und dann die Grachten – hach.
Sobald eine Stadt viel Wasser hat, hat sie automatisch mein Herz, das ist ganz einfach durch meine Heimat Hamburg bedingt, und so flog Amsterdam mein Herz zu und mein Freund durfte sich gefühlte zweihundertmal an diesem Wochenende anhören wie wunderschön die Stadt ist.
Wenn dann noch alte kleine Häuser dazu kommen, mit toller Architektur… Ich würde am Liebsten meine Koffer für längere Zeit packen.
Ganz am Ende des Posts gibt es eine Übersicht wo wir waren, was ich besonders toll fand usw.
Von unserem Hotel ging es am Freitag Richtung Blumenmarkt. Für jeden ein Muss der Zwiebeln für Zuhause haben mag, ansonsten lohnt sich der Markt meiner Meinung nach eher weniger. Viel zu viele Touris (und damit meine ich die richtigen Hardcore-Touristen – ihr wisst was ich meine), wenig gewachsene Blumen (obwohl diese wirklich schön und ich finde nicht teuer waren), lohnte sich für mich doch eher ein Blick ins Schaufenster auf der anderen Straßenseite.
Weiter ging es Richtung der 9 Straßen (das Viertel 9 Straatjes) – dort hätte man mich auch schon für die nächsten 3 Tage absetzen können.
Kleine Straßen, alte Häuser, ein Café und kleine Läden mit Kleidung und co nebeneinander. Für die Hamburger sei gesagt: Es ist eine Mischung aus Schanze (sehr entspannt und lässig) und Eppendorf (es herrscht doch ein gewisser Schick). Diese Mischung macht das Viertel unglaublich entspannt, sodass man sich in Ruhe treiben lassen kann.
Mein Kleid aus diesem Post habe ich übrigens dort in einem kleinen Vintage Laden gekauft.
Ganz besonders gefallen hat mir die Architektur. Man findet kaum hässliche Häuser in der Altstadt und gefühlt besteht jedes Haus nur aus Fenstern!
Ja wirklich, diese riesigen Fenster sind überall zu finden und müssen in den Wohnungen für ein tolles Licht sorgen.
Die Mischung aus alter Fassade und viel Glas hat mein Herz im Sturm erobert.
Samstag war besagte Gay Pride. Ein super tolles Ereignis was sich auf und entlang des Wassers abspielt. Die Parade fährt auf Booten die Grachten entlang und die Menge steht am Ufer mit Picknickdecken, kleinen Tischen und co. Wie offen und tolerant die Stadt ist, ist wirklich grandios.
Am letzten Tag, wir flogen erst um 21 Uhr wieder Richtung Hamburg, wollten wir unbedingt noch eine Grachtentour machen. Mietet euch dafür (bei gutem Wetter) unbedingt ein eigenes Boot!
Die Boote sind Solarbetrieben, in der Regel für bis zu 6 Personen und dürfen ohne Führerschein gefahren werden.
Macht die Tour am besten schon gegen 10 oder 11 Uhr, da ist auf dem Wasser noch wenig los. Mein persönliches Highlight: Sich vorher etwas zum Frühstücken holen und dann während der Fahrt ein kleines Bootspicknick machen – ein unbezahlbares Erlebnis.
So sehen die Boote zum Beispiel aus.
Es ging natürlich entlang vieeeeler Hausboote und auch da schlägt mein Herz schneller. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden ob mir die gemütliche Holzvariante oder die schicke Glasvariante besser gefällt.
Zwischendurch wurde dann mal eben an dem Restaurantsteg eines Hotels angehalten und ein Coffee to go geordert. Sagte ich schon wie entspannt ich die Stadt finde?!
Die städtische Wassermüllabfuhr hat mich besonders fasziniert :)
Und auch so manches Boot waren ein echter Hingucker.
Der Sonntag wird in der Stadt ganz entspannt verbracht. Überall sitzen Menschen entlang des Wassers und in Parks werden auch schon mal Wimpelketten aufgehängt wenn man sich mit mehreren Familien zum Grillen und Spielen trifft. Wie toll ist das bitte?! Ich stelle mir gerade vor wie ich hier in Hamburg das auf einer Wiese mache… Ich werde dann mal an die Nähmaschine verschwinden ;)
Ein Highlight zum Abschluss war der Besuch des Sunday Market auf dem Gelände der Westergasfabriek, eine ehemalige Gasfabrik.
Das ganze ist ein bisschen wie Hallo Frau Nachbar in Hamburg, allerdings in vieeel größer. Es gibt jede Menge Stände mit Essen, Unterhaltung für Kinder und lokale Anbieter die selbst gemachte Sachen wie Taschen, Schmuck und Kleidung anbieten. Das ganze unter freiem Himmel und auch da hatten wir wieder Glück mit dem Wetter.
Wir haben wenig Kulturprogramm gemacht, sondern uns einfach treiben lassen um die Stadt ganz entspannt zu sehen.
Tipps für ein Amsterdamwochenende
Hotel: Wir haben im Le Coin übernachtet, unglaublich zentral, große Zimmer, bezahlbar und sehr nettes Personal. Wir durften bereits morgens um 9 Uhr einchecken und konnten am Abreisetag bis um 18 Uhr das Zimmer behalten – ohne Aufpreis.
Shoppen: Alles um die 9 Straatjes herum kann ich sehr empfehlen. Auch der Albert Cuypucmarkt ist toll zum schlendern. Auch wenn er recht Touri wirkt, man kann toll kleine Snacks, Obst und Säfte kaufen und an den Ständen entlang der Geschäfte gibt es tolle Stoffe zu kaufen. Vermeiden solltet ihr auf jeden Fall die Haupteinkaufsmeile rund um das Rotlichtviertel. Dort gibt es nur H&M und co… was wir nun auch wirklich Zuhause haben :) Allerdings habe ich dort einen Laden entdeckt, Dille&Kamille, oh man ich hätte alles mitnehmen können! So viele tolle Holzwaren.
Entspannen: Mietet euch ein Fahrrad und fahrt in einen der schönen Parks, wie zum Beispiel den Vondelpark wo samstags auch kleine Konzerte stattfinden oder den Westerpark wo immer am ersten Sonntag im Monat der Sunday Market ist. Und wie oben bereits erwähnt, mietet euch auch ein Boot, und besorgt euch vorher Frühstück, wie zum Beispiel bei La Place, wo es gesundes und leckeres Essen zum mitnehmen gibt.
So, ich hoffe ich habe nichts vergessen und konnte eure Reiselust wecken :)
Habt ihr noch Tipps für Amsterdam?
Liebste Grüße, habt ein tolles Wochenende!
Ricarda























