Camperumbau

Camper Umbau Teil 4: Neue Trennwand einbauen

Lange gab es kein Camperupdate – nicht etwa, weil es nicht voran ging, sondern eher, weil wir den Camper fertig kriegen wollten. Und so ist es jetzt auch! :)
Bis es die Bilder zu der Roomtour mit dem fertigen Camper gibt, werde ich aber gerne noch den weiteren Umbau mit euch teilen!

Bisher gab es zum „Sprinter zum Camper“ folgende Blogposts:
Teil 1: Mein größtes DIY Projekt – Vom Sprinter zum Camper
Teil 2: Die Vorbereitung: Putzen und das Thema Rostschutz
Teil 3: Isolierung und Bodenplatte – über Alubutyl und Armaflex und die richtige Holzwahl

Heute geht es weiter mit der Trennwand.
Der Sprinter hatte von Werk aus eine Trennwand drinnen und wir wollten auch wieder eine drinnen haben. Warum haben wir sie dann nicht einfach drinnen gelassen und haben uns die Mühe gemacht eine neue zu bauen?
Zum einen, weil es ein riesiger Gewichtsunterschied ist (und bei dem langen Sprinter zählt jedes Kilo), des weiteren weil die normale Trennwand einfach wirklich nicht hübsch war und am Ende auch, damit wir eine gerade Trennwand haben, was den weiteren Ausbau vereinfacht.

Viele wollen keine Trennwand in einem Kastenwagen haben, für das Raumgefühl. Dies kann ich nachvollziehen, gerade wenn man vorne im Führerhaus zwei Sitze zum Drehen hat, wir haben uns aber ganz bewusst dagegen entschieden.
Zum einen finde ich das Gefühl, wenn man fährt, dass man im Auto sitzt und danach ins „Haus“ bzw. „Wohnzimmer“ geht schön, sprich dass die Bereiche wirklich voneinander abgetrennt sind und ich nicht die ganze Zeit „im Auto“ bin, egal ob ich vorne sitze oder hinten liege.
Zum anderen hat unser Sprinter vorne drei Sitze, was ich super cool finde und somit fallen auch die Drehsitze weg (man hätte sie austauschen können, wollten wir aber nicht).
Zu guter Letzt wäre unser Grundriss ohne die Trennwand so nicht möglich gewesen und nachdem ich ca. 20 Grundrisse geplant und wieder verworfen hatte, wusste ich, dass wir die Trennwand dafür brauchen würden.

Zurück zum Umbau. :)
Die alte Trennwand war innerhalb weniger Minuten ausgebaut und wurde dann auf zwei Holzplatten (aus Banova Holz, 15 mm), die wir nebeneinander gelegt haben, als Schablone aufgelegt.
Leider konnten wir die neue Trennwand nicht aus einem Stück Holz fertigen, weil es von der Größe nicht passte.
Das Anpassen des Holzes war super einfach, es hat völlig gereicht die Umrisse der alten Wand sauber nachzuzeichnen und das Holz dann mit einer Stichsäge auszusägen.

Auch die Löcher der alten Trennwand haben wir mit einem Bleistift übertragen, damit wir wussten, wo die neuen Löcher zum Verschrauben hin müssen. Die Löcher wurden vorgebohrt und die alten Schrauben wiederverwendet.
Das war an der einen oder anderen Stelle ziemliche Millimeterarbeit, aber auch das ging besser als gedacht.

Man sieht es auf dem Bild, dass wir auch die neue Trennwand nicht bis nach oben hin durchgezogen haben. Das Ablagefach über dem Führerhaus haben wir noch mit Holz ausgekleidet (welches Vorher imprägniert wurde) und noch in der Mitte unterteilt. Am Ende kam dort noch eine Holzverkleidung vor, sowie zwei klappen, sodass dort jetzt Stauraum für Schlafsäcke, Yogamatte, Handtücher und co ist.

Auf dem Boden wurde die neue Trennwand mit Winkeln verschraubt. Die Winkel wurden auf der Bodenplatte nicht nur verschraubt, sondern auch noch mit Sikaflex verklebt, damit die Trennwand wirklich dort beleibt, wo sie hingehört.
Dies war unsere größte Sorge, dass die Trennwand beim Fahren sich zu doll bewegen könnte, knarzt oder noch schlimmer, die Schrauben aus dem Holz reißen könnten.
Nach ein paar hundert Kilometer Fahrt kann ich aber sagen, dass die Wand bisher super hält und keine Geräusche zu hören sind.

Die beiden separaten Holzteile, aus denen die Trennwand besteht, haben wir mit Winkeln auf beiden Seiten befestigt. Genau auf der Schnittkante kam hinterher das Lüftungsrohr für die Trenntoilette hin, welches wieder verkleidet wurde, sodass man die Winkel nicht sieht.

Ich wollte noch gern eine „Hundeklappe“ in der Trennwand haben, hin zum Fahrerhaus.
Sollte ich mal ein ungutes Gefühl nachts bekommen und wegfahren wollen, muss ich so nicht aus den Wagen raus und einmal um den Wagen herumlaufen, sondern kann durch die kleine Luke krabbeln.
Ja, das wird definitiv eng, aber hey, in der Not kriege ich das schon hin. :)

Geschlossen wird die Klappe mit einem Schieber, welcher nur von innen zu öffnen ist.

Wir haben uns einige Gedanken gemacht, wie die Trennwand auf der Seite der Fahrerkabine aussehen soll. Das Holz sollte auf jeden Fall verkleidet werden. Wir haben uns gegen Farbe oder Stoff und für Filzplatten (genauer gesagt diese hier) entschieden. Zum einen isolieren die Filzplatten (die auf der Rückseite Kork haben, was noch zusätzlich isoliert) noch ein wenig, da die Wand den hinteren, isolierten Teil vom nicht isolierten Führerhaus trennt, zum anderen sieht es finde ich schick aus und außerdem waren die Hexagonplatten einfach anzupassen.
Angebracht wurden sie mit Klebepads, die mitgeliefert wurden. Noch bin ich ein bisschen skeptisch, wie gut das hält, auf der anderen Seite kleben die Platten nun schon fast 7 Monate – zur Not verklebt man sie einzeln nach und nach noch mal mit Heißklebe oder anderem Kleber. Bisher bin ich aber sehr zufrieden mit ihnen.
Von außen fällt durch das dunkle Blau zunächst nicht sofort auf, dass nicht mehr die Originalwand drinnen ist (was ich durchaus begrüße) und von der anderen Seite haben wir jetzt eine gerade Trennwand drinnen, an welche nun das Badezimmer und der Toilettenkasten angebracht werden kann. Dazu dann in einem anderen Blogpost mehr.

Auf dem letzten Bild seht ihr einen Zwischenstand beim Kleben, damit ich wusste, wie hoch ich kleben kann, denn die Bohrlöcher sollten nicht mit den Platten überklebt werden.

Im nächsten Teil geht es dann um den Einbau der Dachluken – für mich neben dem Einbau der normalen Fenster der spannendste Teil des Umbaus.

Ich hoffe euch hat der Beitrag gefallen!

Liebste Grüße,
Ricarda

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4 Kommentare
  1. Tobi

    11. Juli 2019 um 20:46

    Ein dickes fettes Kompliment. Ich spiele aktuell auch mit dem Gedanken, einen Sprinter zum Camper umzubauen. Dein Blog bisher ist auch super gelungen. Nun sitze ich hier völlig deprimiert weil es keinen fünften und sechsten usw. Teil gibt :)
    Hoffentlich folgen bald weitere Teile. Meiner volle ungeteilte Aufmerksamkeit hast du jedenfalls
    Gibt es vielleicht irgendwo Bilder des fertigen Ausbau. Würde mich echt sehr interessieren.

    Liebe Grüße
    Tobi

    Antworten

    • Ricarda

      17. Juli 2019 um 10:15

      Danke Dir Tobi! Fertige Bilder wird es auf jeden Fall geben. :)

      Antworten

  2. Özgü Öztura

    2. Oktober 2019 um 13:38

    Das sieht sehr gut und schick aus wie wir gedacht haben :) Wir fahren auch ein 7m lange VW Crafter und habe 2,650 Gewicht mit 2 Personen und Verkleidung von Hersteller. Wir überliegen auch ein Trennwand aus Holz aber nicht sicher dass es Sinn hat. Wie viel Kilo Unterschied gibt es zwischen Metall und Holz?
    Liebe Grüße aus Mannheim
    Özgü

    Antworten

    • Ricarda

      12. November 2019 um 8:59

      Genau gewogen haben wir nicht, aber das Holz kann ich locker alleine tragen, wenn es nicht so sperrig wäre, bei der Trennwand habe ich schon zu zweit Probleme gehabt. :)

      Antworten

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Ricarda, Kreativbloggerin aus Hamburg
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Patchwork gehört nach wie vor zu meinen Lieblingsdingen beim Nähen! 
Endlich bin ich mal wieder dazu gekommen und habe euch passend dazu eine DIY-Anleitung im Blog geschrieben, wie man so ein Dresden Teller Plate näht. 
Und auch hier gilt der Spruch "Gut gebügelt ist halb genäht." - Das war hier zum Glück super einfach, da ich von @philips_dach die PerfectCare Elite Plus zur Verfügung gestellt bekommen habe. 
Nicht nur, dass sie automatisch erkennt, um was für einen Stoff es sich handelt und so die optimale Temperatur selbst einstellt, ich kann das Bügeleisen auch einfach auf dem Stoff liegen lassen, ohne dass der Stoff verbrennt. 
Mehr dazu seht ihr in den Storys heute (inkl. Nadines Lache natürlich 😂), die Anleitung und ein Rabattcode von 15% für das Bügeleisen findet ihr im Blogpost - Link im Profil. 😉
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