20 Minuten Deluxe-Flammkuchen – mit Feigen, Ziegenkäse und karamellisierten Walnüssen

Flammkuchen ist für mich eins der perfekten Last Minute Rezepte, wenn der Hunger schon da ist und es schnell gehen muss, gerade weil man so herrlich variieren und spontan schauen kann, was der Kühlschrank so hergibt.

Gestern wurde es sozusagen ein kleiner Luxus-Flammkuchen, der so köstlich war, dass ich ihn euch nicht vorenthalten möchte.
Auch wenn er etwas ausgefallen klingen mag, die Zubereitung hat nicht viel länger gedauert als die Backzeit vom Flammenkuchen.

Zutaten:
– Flammenkuchenteig (ich nehme fertigen aus dem Kühlregal, ihr könnt ihn natürlich auch selber machen)

– Creme Fraiche (hatte ich nicht mehr, daher habe ich etwas Sahne und Frischkäse zusammen gemixt, schmeckte genauso gut)
– 2 Feigen
– eine halbe Rolle Ziegenkäse
– einen Granatapfel
– ca. 25 Gramm Walnüsse
– etwas Zucker
– Speckstreifen (kann natürlich für eine vegetarische Version auch weggelassen werden, passte aber hervorragend dazu!)

 

Zubereitung:

Legt den Flammkuchenteig auf das Backblech und heizt den Ofen wie auf der Packung empfohlen vor (220 Grad bei mir).

Streicht Creme Fraiche auf den Teig oder mischt wie ich etwas Sahne und Frischkäse zu einer homogenen Masse und verstreicht sie auf den Teig.

Nun werden die Feigen und die halbe Ziegenkäserolle in Scheiben geschnitten und auf dem Teig verteilt – ab in den Ofen mit dem Flammkuchen.

Nun habt ihr Zeit den Speck auf ein zweites Backblech mit Backpapier zu legen – ich mache Speck nie in der Pfanne, weil er im Ofen so schön knusprig wird, ich mich nicht groß um ihn kümmern muss, die Küche hinterher deutlich weniger riecht und ich mir einbilde, dass noch mehr Fett abtropfen kann als in der Pfanne. Normalerweise mache ich ihn bei 180 Grad, aber die 220 Grad vom Flammkuchen gehen auch super. Den Speck einfach mit in den Ofen geben und nach ca. 8 Minuten mal schauen, wie braun er schon ist – wenn der gewünschte Bräunungsgrad erreicht ist, schon mal aus dem Ofen nehmen und auf einem Küchentuch die Speckstreifen abtropfen lassen.

In der Zwischenzeit die Granatapfelkerne lösen. Ich halbiere dafür den Granatapfel und ritze mit einem Messer  drei, vier mal in die Frucht – nun breche ich die Stücke raus und löse mit den Fingern in einer Wasserschale die Kerne raus – so bekomme ich viel mehr Kerne raus und es ist deutlich sauberer als andere Methoden, die ich bisher ausprobiert habe.

Kommen wir zu den karamellierten Walnüssen. Die habe ich gestern zum ersten Mal gemacht und dachte, dass sei super schwer – aber nein, das ging total einfach.
Nehmt 15 ml Wasser und 15 Gramm Zucker und kippt beides in eine Pfanne. Stellt den Herd auf die höchste Stufe und habt etwas Geduld – das Wasser muss fast vollständig verdunstet sein. Nun kippt ihr die Walnüsse mit rein, drosselt die Temperatur ca. auf die Hälfte und rührt die Masse die ganze Zeit etwas. Nun geht es wirklich schnell und die Walnüsse müssen maximal 1-2 Minuten auf dem Herd bleiben. Wenn die Nüsse eine goldene Farbe bekommen, schnell raus damit und auf einem Backpapier (ich habe sie einfach neben die Speckstreifen, die mittlerweile aus dem Ofen waren, gelegt) ausbreiten, damit sie nicht zusammenkleben.

Wenn der Flammkuchen fertig ist, aus dem Ofen nehmen, die Speckstreifen in Stücke brechen und zusammen mit einigen Granatapfelkernen und den karamellisierten Walnüssen auf dem Flammkuchen verteilen.

Fertig und genießen!

Ich hoffe euch gefällt das Rezept und freue mich über Feedback von euch. :)

Liebste Grüße,
Ricarda

20 Kommentare zu „20 Minuten Deluxe-Flammkuchen – mit Feigen, Ziegenkäse und karamellisierten Walnüssen“

  1. Oh ich kenne ein ähnliches Rezept. Mit Brie, Weintrauben und frühlingszwiebel, ggf. Speck.
    Dieses gier kommt bestimmt diese Woche auch noch auf die „kochliste“.
    Danke für das Rezept

  2. Nomnom… Da wir extrem viele Feigen an unserem liebevoll großgezogenen Feigenbaum haben, ist das mal eine mega Idee für morgen. Danke für das Rezept. Ich hab jetzt schon Hunger.

  3. Wunderbares Rezept. Jetzt stellt sich mir nur noch die Frage bekomm ich hier in England im Supermark Falmmkuchenteig. Um ihn selber zu machen fehlt mir die Zeit und Muße

    Aber sobald ich welchen gefunden hab, werde ich es auch mal ausprobieren

  4. Sehr lecker- danke für die tolle Inspiration.
    Ich hab den Schinkenspeck direkt auf den Flammkuchen, war ach sehr lecker und knusprig!
    Die Feigen hatte ich erst nach dem Backen auf den Flammkuchen, hab es einfach überlesen. Aber die ganze Kombination schmeckt gigantisch lecker!

  5. Liebe Ricarda,
    von wem auch immer dieses Rezept ist-es hat wunderbar geschmeckt!!!!!
    Vielen Dank

    P.s.: hast du Ei gentlich einen Marakesch Buch Tipp?

    1. Danke Dir – das Rezept ist einfach freestyle entstanden. :)
      Hmmm – ehrlich gesagt leider nicht, ich mag Reiseführer nicht so gern :)

  6. Ich habe diesen Flammkuchen heute für uns gebacken, und er war sowas von lecker! Leider gab es keine frischen Feigen, daher habe ich getrocknete genommen, außerdem auf vielfachen Wunsch eines einzelnen Herren zur Hälfte Ziegen-, zur anderen Hälfte Schafskäse. Wir waren von beiden Varianten begeistert :-).

    Die karamellisierten Walnüsse waren übrigens der absolute Hammer, das werde ich sicher auch noch mit anderen Nüssen probieren.

    Das ganze Rezept werde ich garantiert noch öfter machen, auf jeden Fall auch mal mit frischen Feigen, wenn es sie gibt. Vielen Dank dafür!

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