Fotografie auf Reisen – Welche Kamera und welches Objektiv soll ich nehmen?

Ihr Lieben,

heute weniger ein Fototipp als viel mehr meine Gedanken zu Systemkameras bzw was eine Alternative dazu sein könnte.

Mitte des Jahres wollte ich unbedingt eine Systemkamera haben, sprich eine Kamera, die zwar keinen Spiegel hat, dafür aber wechselbare Objektive.
Warum? Zum einen weil ich auf Reisen oder Wochenendtrips Größe und Gewicht einsparen, aber trotzdem nicht auf gute Fotos verzichten wollte. Und okay, meistens sind diese Kameras auch wirklich hübsch :)
Der Auslöser war dann eine Frau die ich in einem Restaurant mit der Fuji X-T1 gesehen habe. Natürlich musste ich einmal kurz zu ihr rüber gehen und habe mir dir Kamera zeigen lassen und hatte sie ein paar Minuten in der Hand. Oh mein Gott – was für eine wunderschöne Kamera! Sowohl von der Optik, als auch von der Haptik her. Ganz ehrlich, mein Traum – aber puh… das Geld muss man erst einmal über haben.


Also ging die Suche nach einer Alternative los. Ich habe Stunden – okay eher Tage lang – gesucht und auch ausprobiert.
Mein Fazit: Leider (noch) nichts brauchbares für mich gefunden.

Irgendeine Sache fehlte mir immer an der Kamera oder etwas störte mich.

Die Kamera sollte leicht und klein sein, einen Sucher haben, gerne mit Wlan, ein schwenkbares Display, einen manuellen Modus für alle Einstellungen, tolle Bilder machen mit schönen Tiefen, preislich ok sein und schick aussehen.

Es war leider nicht machbar!
Entweder hatte die Kamera keinen Sucher (und ich haue mir das Ding immer halb gegen den Kopf weil mein Hirn nicht schnallt das es nur ein normales Display gibt – okay Gewohnheitssache, aber in der Sonne ist ein normales Display einfach Mist in meinen Augen), man konnte nicht alles manuell einstellen oder sie war zu groß/zu schwer und meist auch noch vieeel zu teuer.
Natürlich kommt man auch dort mit einem Objektiv nicht weit und bei einem Kamerabody und zwei Objektiven wäre ich locker auch auf 1400 Euro gekommen – ähm ich wollte meine Canon eigentlich nicht dafür verkaufen wollen ;)

Und da die Teile dann zusammen zu schwer und sperrig waren, ging mein ursprünglicher Plan eh nicht auf.
Außerdem, sind wir mal ehrlich – die meisten Handykameras machen in der Kombi mit ein paar Fotofiltern ähnliche Aufnahmen wie Systemkameras. Zumindest meine Aufnahmen werden nicht viel besser mit den Kameras (andere Blogger dagegen haben das anscheinend besser drauf, ich leider nicht ;)).

Was also machen?

Größenvergleich der Canon 100D mit meinem Handy.

Ich habe lange überlegt und mir nach einigen Überlegungen eine zweite Spiegelreflex zugelegt, nämlich die Canon 100D, die zur Zeit kleinste Spiegelreflex auf dem Markt (soviel ich weiß).

Und sie ist echt klein und leicht! Fühlt sich dadurch ein ganz kleines bisschen an wie ein Spielzeug und für große Hände mag sie vielleicht auch nicht optimal zu bedienen sein, aber in meinen kleinen Händen liegt sie ideal und naja Plastik ist nunmal leichter als Metall und das wollte ich ja ;)

Hier der Größenvergleich zwischen der D100 und der D650 (die auch schon nicht besonders riesig ist)

Der Vorteil ist, ich kenne die Bedienung bereits, der Aufbau ist genau wie bei meiner alten Canon. Ein weiterer Pluspunkt ist, das alle meine bisherigen Objektive passen, aber auch die sind zum Teil recht schwer, gerade mein Lieblingsobjektiv, das 35mm Festbrennweitenobjektiv von Sigma wiegt wahrscheinlich mehr als die ganze Kamera.

Also wurde auch dort nach einer Lösung gesucht. Das Objektiv sollte klein und leicht sein, viele Situationen abdecken (ein bisschen Landschaft- und Streetfotografie, ein bisschen Porträt), eine möglichst kleine Blendenzahl haben und natürlich auch bezahlbar.

Auch hier mussten Abstriche gemacht werden, denn einen großen Zoombereich, nicht so schwer, gute Qualität, klein und nicht zu teuer gibt es leider nicht.
Aber ich habe mit dem Pancake von Canon ein wirklich schönes Objektiv gefunden.
Es ist ein 40mm Festbrennweitenobjektiv, und liegt damit zwischen meinem 35mm und 50mm. Mit diesem Objektiv sind noch gute Landschafts- bzw. eher Streetfotografien möglich, ebenso wie Porträtaufnahmen. Zudem ist es super leicht und flach und auch der Preis ist für diese Qualität in Ordnung,

Das einzige Manko in meinen Augen ist, dass die Blende sich nur bis 2,8 öffnen lässt. Aber auf dem Foto unten sieht man, dass sich auch schon damit eine ordentliche Unschärfe im Hintergrund erzielen lässt. Dies ist für mich ein wichtiger Punkt, ich möchte zumindest die Möglichkeit haben Dinge in den Hintergrund treten zu lassen, was bei dem Pancake auch Sinn macht, da man wirklich sehr nah an die Objekte herangehen kann und somit fast schon ein kleines Makroobjektiv hat.

Wie sehr stört es nun, dass dieses Objektiv keinen Zoom hat?
Ich habe es in Amsterdam getestet, denn dorthin habe ich lediglich die D100 dabei, sowie das 40mm Objektiv. Und ja, natürlich hätte ich an der einen oder anderen Stelle vielleicht gerne ein Zoomobjektiv gehabt, aber im Nachhinein haben mir die 40mm für deinen Städtetrip voll und ganz gereicht. Wer noch mal schauen mag: Alle Fotos aus diesem Amsterdampost sind so entstanden.

Fazit: Diese Kamera in der Kombination mit dem Objektiv wandert nun öfter in meine Handtasche wenn ich unterwegs bin, auch wenn das Design.. nun ja lassen wird das.

Das Canon alle seine Kameras immer noch nicht standardmäßig mit Wlan ausstattet finde ich übrigens total bescheuert. Da konnte ich aber mit einer Speicherkarte Abhilfe schaffen, die zwar leider nicht ganz günstig ist, aber für Wlan-Fans wie mich sehr nützlich ist. So kann ich Bilder von meiner Kamera auswählen und einzeln (das geht nämlich nicht bei jeder Wlan-Karte!) auf mein Handy übertragen. Ob man das braucht? Nun denn, für mich eine nette Spielerei :)

Wer sich übrigens fragt was ich hier so Rede von wegen Blende, Brennweite usw. der kann dies in meinen Fototipps nachlesen.

Liebste Grüße,
Ricarda

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