Tipps für die erste Woche zuckerfrei und ein Rezept für eine unglaublich leckere Spinat-Tarte

Die erste Woche zuckerfrei ist rum und auch wenn die Woche einige Tiefs hatte, fühle ich mich nach einer Woche nicht wie ein müdes und schlappes Etwas, das unbedingt seinen Kopf in einen Becher Karamelleis mit Schokostückchen vergraben will. Es wird!

Letzte Woche habe ich versucht nicht alle Sachen auf einmal zu ändern, ansonsten geht meine Motivationskurve zwar steil nach oben, aber geht auch genau so schnell wieder nach unten.

Mein Frühstück sieht in der Woche immer recht ähnlich aus, da brauche ich nicht viel Abwechslung. :) Griechischer Joghurt mit selbst gemachten Müsli welches viel aus Nüssen, Samen und Kokosöl besteht mit einem halben Apfel und ein paar Beeren. Ob ich ab Woche 3 wirklich auch 4 Wochen auf Fruchtzucker verzichten will weiß ich noch nicht so genau. Zumindest versuche ich weniger Obst zu essen und aktuell nur morgens, dafür am Tage umso mehr Gemüse.

Während es in der Woche schnell gehen muss mit meinen Gerichten, wurde am Wochenende etwas aufwändiger gekocht. Samstag eine herrliche Zucchini-Lasagne und gestern eine leckere Spinat-Tarte. Auch wenn beides etwas länger durch die Zeit im Ofen usw dauert, hat sich der Aufwand doppelt gelohnt. Nicht nur, dass wir 2 Abende super leckeres Essen hatte, ich habe auch noch für heute und morgen köstliches Büroessen. Alles richtig gemacht. :)

Da gestern viele auf Instagram gefragt haben, wie das Rezept für die Tarte ist, verrate ich es euch natürlich gerne. Gestern hatte ich keine Zeit mehr dazu, wir haben nämlich die Tarte eingepackt und noch ein Minipicknick am Elbstrand gemacht. Herrlich!

Weiter unten findet ihr noch meine wichtigsten Erkenntnisse und Tipps aus der ersten Woche zuckerfrei. Damit es euch hoffentlich ein bisschen leichter fällt.

Tarte2

Rezept für eine Spinat-Tarte mit Mandelboden

Für den Boden braucht ihr
200 g gemahlene Mandeln
150 g Mandelmehl
2 TL Salz
1/2 TL Backpulver
30g Butter oder Ghee
2 Eier

Für die Füllung
200 g Speck
1 Zwiebel
2 Knoblachzehen
100 g Babyspinat
80 g Champignons
5 Eier
250 ml Kokosmilch
eine kleine Hand voll Cocktailtomaten
Salz und Pfeffer
Nach belieben etwas Rosmarin, Thymian oder Basilikum

Die Zutaten für den Teig verkneten und ca. 3 mm dick ausrollen. Eine Tarteform mit dem Mandelteig auslegen und den überstehenden Teig abschneiden. Backpapier auf den Boden legen, mit Backbohnen (ich habe Reis genommen) füllen und 20 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Den Backofen bei 180 Grad Umluft vorheizen.

Während der Wartezeit den Speck in einer Pfanne bei mittlerer Hitze knusprig braten und anschließend aus der Pfanne nehmen und zur Seite stellen.

Die Zwiebel in Streifen schneiden und bei niedriger Hitze im restfett des Specks ca. 8-10 Minuten dünsten, bis sie braun werden. In den letzten Minuten den Knoblauch dazu geben und mit dünsten.

Den Tarteboden mittlerweile aus den Kühlschrank holen und mit den Backbohnen 10 Minuten backen. Dann die Backbohnen mit dem Papier runternehmen und weitere 10 Minuten Backen. Rausholen, zur Seite stellen und die Temperatur des Backofens auf 160-170 Grad reduzieren.

Nun den Spinat (grob gehakt) und die Champignons (in Scheiben geschnitten) zu den Zwiebeln hinzu geben und so lange garen, bis die überschüssige Flüssigkeit verdunstet ist. 

In einer Schüssel die Eier und Kokosmilch verquirlen und anschließend mit den Zutaten aus der Pfanne mischen. Bei Bedarf noch mit Pfeffer und Salz abschmecken, wobei durch den Speck für mich kein weiteres Salz nötig war.

Die Mischung auf den Tarteboden gießen und halbierte Cocktailtomaten in den Boden drücken. Die Tarte für ca. 35 Minuten backen, bis die Mitte der Tarte fast fest ist.

Aus dem Ofen nehmen und noch 10-15 Minuten auskühlen lassen. Die Tarte schmeckt warm und kalt lecker.

Guten Appetit. :) 

Spinattarte

Meine Tipps für die erste Woche zuckerfrei

– Fangt die Woche nicht an einem Montag an! Montag beginnt zwar eine neue Woche, aber Montage mögen die wenigsten und sind auch meist nicht die entspanntesten Tage. Fangt lieber zwischen Freitag und Sonntag an. Gerade am Wochenende hat man in der Regel mehr Zeit und kann in Ruhe Sachen vorbereiten und schöne Dinge zur Ablenkung unternehmen, wenn der Zuckerhunger kommt.

– Nicht gleich alles auf einmal wollen! Denkt nicht, dass ihr von heute auf Morgen alle fancy Superfoods ausprobieren müsst und nie wieder Weizen und co anschauen möchtet. Das wäre zumindest mir zu anstrengend.

– Breitet euch Snacks für die Woche vor! Gerade in den ersten Tagen war es für mich hart im Büro auf meine Nachmittagssüßigkeiten zu verzichten. Ein paar selbstgemachte Müsliriegel, Käsecracker oder eine kleine Handvoll Studentenfutter können da wahre Wunder bewirken.

– Zum Thema Vorbereitung: Nehmt euch am Samstag oder Sonntag 2 Stunden Zeit um Sachen für die Woche vorzubereiten. Klingt nach viel Zeit? Es kommt auf die Einstellung an. Sieht man es als lästige Pflicht oder macht man sich dazu seine Lieblingsmusik an oder schaut vielleicht nebenbei auf dem Laptop seine Lieblingsserie? Letzteres macht definitiv mehr Spaß! Außerdem müsst ihr euch dann in der Woche nicht aufraffen etwas aufwändiges zu kochen.

– Versucht euch in der ersten Woche nicht zu viele Abendtermine zu legen. Auch wenn ich in der ersten Woche Montag und Dienstag zum Essen verabredet war, war ich Mittwoch dann froh einen Tag abends zuhause zu sein. Ich war unglaublich müde die ersten 3-4 Tage ohne Zucker. Hallo Entzugserscheinungen!

– Apropos Entzug: Plant mit ein, dass ihr möglicherweise Kopfschmerzen bekommt, weil euer Kopf nach Zucker giert. Ist finde ich nicht so schlimm, denn auch hier kommt es auf die Einstellung an. Jammere ich, weil ich Kopfschmerzen habe und denke, dass das Projekt dann ja nicht gut sein kann oder führe ich mir vor Augen, wie fremdbestimmt vom Suchtstoff Zucker ich bisher gelebt habe und denke an die Zeit nach der Entgiftung? Ich kannte die Kopfschmerzen aus meiner Paleozeit und habe versucht sie so gut es ging anzunehmen. Kopfschmerzen müssen natürlich nicht sein, können aber auftreten!

– Holt euch inspirierende Kochbücher! So gerne ich online unterwegs bin, ich verzettle mich bei neuen Dingen/Projekten gerne, komme dann auf zig Seiten und bin hinterher oft verwirrter als vorher. Im Vorfeld habe ich mich auf 3-4 Blogs konzentriert und mich dann an Kochbücher gehalten, damit ich weniger Ablenkung habe. Welche das sind, erzähle ich euch nächste Woche, wenn ich noch ein bisschen mehr aus ihnen ausprobiert habe.

– Informiert euch! Ihr macht hier keine Diät, ihr versucht euer Essverhalten umzustellen. Informiert euch daher, wie viel Zucker wir brauchen und wie viel wir wirklich essen. Überlegt euch, wann ihr zu Süßigkeiten greift und warum. Welche Sachen mache ich automatisch weil sie dazu gehören, wie die Kekse zum Nachmittagskaffe oder die Schoki auf der Couch abends. Ist das noch Genuss? Freut ihr euch noch auf die Kleinigkeiten oder sind sie einfach da, weil sie immer da waren? Auch dazu nächste Woche noch mehr. :)

Wie sieht es mit euch aus? Macht ihr mit? Denkt ihr „das braucht doch kein Mensch“? Spielt ihr noch mit dem Gedanken mitzumachen, traut euch aber nicht? Ich freu mich über eure Meinung.

Liebste Grüße,
Ricarda

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