Logbuch New York vom Stilpirat + Verlosung

Mittlerweile ist es einige Monate her, dass ich bei Steffen im Heidestudio bei seiner Buchpräsentation „Logbuch New York“ war und komme endlich dazu, euch von dem Buch und dem Abend zu berichten.

Steffen, oder besser bekannt als Stilpirat, kenne ich nun seit ziemlich genau einem Jahr. Unsere Wege kreuzten sich zum ersten Mal, als ich damals an seiner Probe-Mindclass teilnehmen durfte (2 Tage, die einiges bei mir in Bewegung gesetzt haben). Bis dahin war Steffen Böttcher für mich ein etwas diffuses Wesen, das einfach richtig gut fotografieren kann. Nach der Mindclass empfand ich ihn als sympathischen Typ, der super fotografiert, leidenschaftlich und leicht chaotisch denkt, immer auf der Suche nach neuen Ideen und Projekten ist und einen Geist hat, der selten still steht.

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Ein Projekt in diesem Jahr war für Steffen sein Logbuch New York. Neugierig habe ich das Projekt verfolgt und dachte mir ein wenig „noch ein New York Bildband… mal gucken, ob Steffen da noch was Neues zeigen kann“. Umso mehr habe ich mich dann gefreut, als die Einladung zur Buchpräsentation kam, so konnte ich mir selbst ein Bild vom Ergebnis machen.

Und es ist: Bombe!

Das sage ich übrigens nicht, weil ich New York so toll finde. Entgegen der Tasse auf dem Bild finde ich New York VÖLLIG überbewertet. 2 Mal war ich da, einmal im Winter, einmal im Spätsommer und jedes Mal dachte ich „nein, nicht meins“.

Und nun kommt Steffen um die Ecke. Mit Bildern, die nicht „schön“ sind. Es wirkt eh so, als ob Steffen „schön“ langweilig findet. Die Bilder zeigen New York mal grau, mal mit viel Kontrast, dazwischen satte Farben und Lichtspiele. Keine Schönwetter-Fotos. Es sind Bilder, die wie gemalt aussehen. Die Geschichten erzählen. Ich hatte Gänsehaut beim Durchblättern. Musste es zwischendurch zur Seite legen. Habe es wieder in die Hand genommen. Geschaut. Wirken lassen. Die Bilder einzeln sind schon hammer gut, aber die Bilder zusammen auf den Seiten. Mega! Betrachtet mal das Bild mit dem Mann mit der gelben Taxi einzeln, dann das Taxibild daneben und dann beides zusammen. Geil! Nicht noch ein Bildband! Für mich DAS New York Buch.

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Gelernt habe ich an dem Abend wieder einiges von Steffen. Steffen war 3 Wochen in NY unterwegs und war nach der ersten Woche – sagen wir verzweifelt. Das Wetter spielte nicht mit, er lief den ganzen Tag durch New York und es wollte kein gutes Foto entstehen. Er empfand sie alle als zu langweilig, bis auf 2 Stück. 2 Fotos – in einer Woche! Und das, nachdem er 20 Jahre nicht mehr in New York war und unbedingt die Stadt in Bilder festhalten wollte. Also setzte er sich abends hin, überlegte, schaute sich die Fotos immer und immer wieder an und warf jeden Plan in seinem Kopf um. Und sagte sich spontan, dass die Fotos eine andere Story erzählen werden.

Er erzählte, dass am Ende von 4000 Fotos 120 brauchbar waren. 3% der Fotos!

Als Hobbyfotograf fragt man sich vielleicht, warum man selber nicht solche Fotos machen kann wie Steffen. Weil man sich nicht die Zeit nimmt und sich zurückhält.

Steffen erzählte uns die Entstehungsgeschichte des Fotos mit dem Mann mit der Gehilfe. Er wollte unbedingt ein Foto haben, wo Dampf aus einem Gullideckel aufsteigt. Dumm nur, dass es die so in NY fast gar nicht mehr gibt. Also hat Steffen gesucht, bis er einen Gullideckel fand, der noch nicht abgedeckt war. Und wartete. Und wartete. Am Ende hat er für dieses Foto und noch ein weiteres im Buch drei Tage gebraucht. 3 Tage für 2 Fotos! Natürlich kann man sich als Hobbyfotograf nicht so viel Zeit nehmen, aber sich mal hinstellen, beobachten, ein paar Minuten warten. Würde meinen Fotos gut tun.

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Er hatte also seinen Gullideckel – und dann machten alle Leute einen Bogen um diesen Gullideckel! Irgendwann sah Steffen diesen Mann, der langsam mit seiner Gehhilfe Richtung Gullideckel ging. Steffen hatte die Hoffnung, dass dieser Mann nicht um den Gullideckel geht, weil das Gehen für ihn beschwerlich war. Also folgt er dem Mann und positionierte sich etwas versteckt für das Foto. Wenn ihr das Buch in den Händen haltet, dann erkennt ihr, dass der Mann auf dem Foto ein bisschen irritiert schaut. Kein Wunder, denn Steffen wollte, dass der Mann langsamer geht und rief im daher – halb in seinem Versteck für das Foto – laut Sachen zu, damit er langsamer geht und Steffen Zeit für sein Foto hätte.

Das nenne ich Leidenschaft. Und diese Leidenschaft spürt man auf jedem Bild in diesem Buch. So sehr, dass ich jetzt doch noch mal nach New York möchte. Danke Steffen.

Und da Steffen und seine Frau Christina so liebe Personen sind, durfte ich 2 Exemplare mitnehmen und nun eins an euch verlosen! Kommentiere diesen Beitrag bis zum 14.12.16, 20 Uhr und   gewinne mit ein bisschen Glück ein Exemplar des Logbuch New York.

Und wer noch auf der Suche nach einem richtig geilem Weihnachtsgeschenk ist, findet das Buch bei Steffen im Shop, ebenso wie New York Prints zum an die Wand hängen, zu einem wirklichen fairen Kurs. Ich liebäugle gerade mit dem hier.

Liebste Grüße, Ricarda

Pssst: Die Gewinner der Kaffeeverlosung und der Gutscheinverlosung für die Bilder stehen fest. ich kommentiere unter den Posts, wer gewonnen hat :)

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