Auf wen soll ich hören – auf die anderen oder auf mich?

Hello ihr Lieben,

die Antwort auf die Frage in der Überschrift sollte doch eigentlich so einfach sein. Auf mich!
Es ist doch völlig egal, was die anderen sagen oder denken.
Oder anders ausgedrückt: Scheiß auf die anderen – Sich nicht verbiegen lassen und mehr vom Leben haben

Dies ist der neue Buchtitel von Rebecca Niazi-Shahabi, die bereits die Bestseller „Ich bleib so scheiße, wie ich bin“ sowie „Nett ist die kleine Schwester von Scheiße“ veröffentlicht hat.

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Als ich gefragt wurde, ob ich das Buch lesen möchte, war ich sofort dabei. Denn sind wir mal ehrlich, wer hat denn nicht – mal mehr, mal weniger – Selbstzweifel und überlegt, was würden wohl die anderen sagen? Mit 28 bin ich definitiv noch nicht so weit „bei mir“, als das mir die Meinung der anderen immer egal wäre.

In dem Buch geht genau darum: Sich nicht von anderen und von Dingen von außen beeinflussen lassen und auch darum, dass die Freiheit die heute viele haben auch eine Last sein kann. Viele Menschen haben das Glück sich heute völlig frei entscheiden zu dürfen, was sie werden wollen. Alles kann, nichts muss! Aber wie es in dem Buch heißt:

„Was ich mir also wünsche ist jemand, der mir den richtigen Ausweg aus meiner Freiheit weist. Der mit zeigt, wo genau mein Wollen und Wirken in dieser Welt gefragt sind. Bis jetzt habe ich ja auf der Suche nach mir selbst nur herausgefunden, wo es das NICHT war.“ 

Ich kann mich noch ganz genau erinnern, Februar 2014, ich liege in Finnland im Bett, neben mir eine meiner besten Freundinnen. Sie fragt mich „Was ist jetzt eigentlich mit deinem Studium?“

Das war damals ein ganz heikles Thema. Ich hing gerade mitten in meinem Fernstudium drinnen, hatte ca. 60% der Module hinter mir, die restlichen 40% waren allerdings alles andere als ein Kinderspiel und lagen mir so gar nicht. Daher lag das Fernstudium brach. Ich konnte mich doch jetzt nicht umentscheiden! Nachdem ich einen tollen dualen Studiengang nach 6 Monate habe sausen lassen, habe ich angefangen zu arbeiten, dann ein Fernstudium angefangen (Wirtschaftsinformatik) und dann noch mal den Fernstudiengang gewechselt (BWL mit Schwerpunkt Medien). Und nun stand ich an diesem Punkt und war starr vor Angst. Sich noch mal neu entscheiden? Das geht doch nicht!

Keine 5 Monate später, sitze ich mit meinen Mädels auf einer Terrasse und es geht um das Thema Arbeit und Zukunft. Ich weiß noch, wie ich vom Tisch aufgestanden bin und mit Nadine telefoniert habe, nur um an diesem Gespräch nicht weiter teilzunehmen. Mein Studium ging kein bisschen voran, ich hasste es überhaupt in die Hefte zu schauen, die Themen kamen mir alle so unglaublich trocken vor und hatten nichts mit meiner Leidenschaft zu tun. Und noch immer stand ich an dem Punkt der mich lähmte „Was mache ich mit meinem Studium?!?“.

Ich konnte doch jetzt nicht mehr das Studium abbrechen! Was würden die anderen Leute denken? Was würde das nach außen hin über mich aussagen? Was mache ich ohne ein Studium und ohne richtige Berufsausbildung? Wie oft habe ich von anderen gehört, da müsse ich jetzt durch und ich solle mich nicht so anstellen.

Meine Gedanken drehten sich so sehr um die anderen, dass ich auf der Strecke blieb. Keine 3 Monate später, also ziemlich genau vor einem Jahr, zog ich den Schlussstrich. Ich schmiss das Studium hin und machte mich selbstständig.

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Ich möchte hier natürlich nicht die Studenten dazu aufrufen ihr Studium der Reihe nach hinzuschmeißen. Das war für mich, und nur für mich, die richtige Entscheidung.

Keiner weiß, ob ich für immer selbstständig bleibe. Was tue ich also hinterher, sollte ich doch noch einmal ins Angestelltenverhältnis wechseln wollen/müssen? Ich weiß es jetzt nicht, das werde ich dann sehen. Nur weil mein Weg nicht der gesellschaftlichen Norm entspricht, muss er nicht falsch sein. Was würde mir ein Fernstudium als erste Ausbildung bringen, wenn ich es erst mit 29 oder 30 abschließe? Ich möchte später nicht in einer Bank, Versicherung oder einem großen Konzern arbeiten. Natürlich bräuchte ich dort für gewisse Positionen einen Studienabschluss. Aber ich möchte kreativ arbeiten können, mit flachen Hierarchien.

Habe ich es mir mit dem Abbruch des Studiums zu leicht gemacht? Vielleicht. Auf der anderen Seite arbeite ich jetzt deutlich mehr als vorher, aber das was ich mache, bringt mir Spaß! Selbstverständlich gibt es Tage, wo ich keine Lust habe oder auch Momente wo ich denke „Warum habe ich mir das noch mal genau so ausgesucht?“ – aber das sind kurze Momentaufnahmen.

Weiter heißt es in dem Buch:

„Natürlich stellt man sich ab und zu die Frage, was man mit seinem Leben machen will, aber muss die Antwort immer sensationell ausfallen? Ist es schlimm, wenn ich diese Frage nicht sofort und in jeder Phase meines Lebens beantworten kann? Ich lebe ja trotzdem.“ 

Das was ich aktuell mache, ist genau das was ich jetzt in dieser Lebensphase machen möchte. Ist es sensationell? Mit Sicherheit nicht. Aber es macht mich glücklich.

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Bist du neugierig auf das Buch? Zweifelst Du manchmal auch an Dir und denkst, die anderen machen es besser oder wissen es zumindest besser? Wer diesen Beitrag bis zum 18.10.2015, 20 Uhr,  kommentiert, hat die Chance eins der zwei Bücher Scheiß auf die anderen von Rebecca Niazi-Shahabi zu gewinnen. Denn der Piper Verlag, mit dem diese Zusammenarbeit entstand, hat mir noch 2 Bücher zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Mehr Infos zu dem Thema findet ihr auch, wenn ihr nach den Hashtags #perfektwargestern #niazi googelt :)

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Puh, das war heute aber mal ein Seelenstriptease :) Nächstes Mal gibt es wieder leichte Kost für euch ;) Ich nehme euch mit in die Sonne…

Liebste Grüße,
Ricarda

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