Ihr Lieben,
ich hab heute ein so mega geiles Rezept für euch – versprochen! Aber vorher muss ich euch die Story dazu erzählen – einfach so Rezept abgreifen ist also nicht, oder ihr scrollt nach unten ;)
Ich hasse Salat, ja wirklich. Mein Essverhalten war bis vor 2 Jahren eh sehr eingeschränkt… so auf 30 Lebensmittel…
Okay, das mit dem Essen wird langsam besser und ist nicht mehr nur Pizza, Pasta, Pfannkuchen, Schweinebraten – aber Salat? No way! Wenn Leute mir sagen „Ach heute mach ich mir so einen richtig schönen Salat“ dachte ich immer nur: Was für ein Widerspruch!
Und nun ist der Schauplatz meine Wohnung vor ein paar Monaten – mein damals noch sehr sehr neuer Freund kommt vorbei (so die Phase wo man sich noch von der richtig guten Seite zeigen will, so ohne Jogger und so, kennt ihr nech?) und sagt er bringt was zum Kochen mit.
Lässiger Typ dachte ich.
Und was bringt er mit?
Vorspeise: Salat. Verdammt – da magst du nach ein paar Wochen auch nichts sagen!
Erst einmal kurz den Mädels ne Whatsapp geschickt „Mädels er hat Salat als Vorspeise eingeplant!“ Die Antworten bestanden hauptsächlich aus heulenden, lachenden Icons – na danke.
Ich geh also wieder in die Küche „Kann ich dir was helfen?“ (bitte sag nein, bitte sag nein, ich hab doch keine Ahnung von Salat und was wofür und sowieso) und er „Ach ja, kannst du schon mal die eine Hälfte vom Granatapfel entkernen“ – – – Ähm was? Ich war froh, dass ich wusste welche Zutat der Granatapfel überhaupt ist!
Ich also noch mal schnell „ähm ja klar, ich komm gleich“ – und schnell Freund Google gefragt wie man das überhaupt macht!
Aber ich gestehe: Der Salat war ne glatte Eins. Mittlerweile habe ich ihn hier und da etwas abgewandelt und für mich noch etwas optimiert.
Und somit zeig ich euch heute den einzigen Salat, den ich bisher esse.
Machen wir uns also heute „einen richtig schönen Salat“:)
Ihr braucht für den Salat (2 Personen als Hauptspeise oder 4 Personen als Vorspeise):
– Eine Tüte gemischten Salat – ja ich nehme diesen Tütensalat aus dem Kühlregal – böse. Nehmt da einfach eine Mischung die ihr mögt
– 1 Granatapfel
– 1 große Birne oder 2 kleine
– 1 Stück Putenfilet
– etwas milden Ziegenkäse, wer es gerne etwas würziger haben möchte nimmt Feta
– eine kleine Handvoll Mandelsplitter oder Pinienkerne
– Salz, Pfeffer, Honig, weißen Balsamico, Olivenöl, Trüffelöl
Zunächst den Granatapfel halbieren, aus der einen Hälfte die Kerne rauslösen, aus der anderen Hälfte den Saft rauspressen.
Ich zeige euch gern, wie ihr den Granatapfel ohne nachgespieltes Blutmassaker überlebt. (Das hab ich damals leider noch nicht hinbekommen :)) Für mich ist weder die Löffel- noch die Klopfmethode etwas, aber man kann die Kerne ganz hervorragend im Wasser auslösen, ohne das auch nur ein roter Spritzer irgendwo hingelangt. Vor allem habt ihr wirklich viel viel mehr Kerne als wenn ihr das ganze mit einem Löffel macht.
Den Granatapfel halbieren, an den Seiten wo keine Kerne sind leicht einschneiden, eine Schüssel mit eher kaltem Wasser füllen, die Granatapfelhälfte ins Wasser geben, an den Schnittkanten auseinander brechen und nun die Kerne auslösen. Das weiße Fruchtfleisch schwimmt dabei später oben und kann einfach abgeschöpft werden.
Anschließend die Birne vom Kerngehäuse befreien und in ganz dünne Scheiben schneiden, den Ziegenkäse kleinschneiden und den Salat waschen.
Die Pinienkerne bzw Mandelsplitter in einer beschichteten Pfanne ohne Öl bei mittlerer Hitze ca 2 Minuten goldbraun anrösten und herausnehmen.
Anschießend das Fleisch in Stücke schneiden, würzen und in der Pfanne mit Öl scharf anbraten.
Nun das Dressing (und das ist der Zauber an dem Salat in meinen Augen) zusammenrühren.
2 TL Granatapfelsaft, 1EL weißer Balsamico, 2 EL Olivenöl, 1 EL Trüffelöl (wer Trüffelöl nicht mag, ersetzt es durch normales Öl), 3 EL Honig. Das ganze vermischen und nach Belieben noch mit Salz und Pfeffer nachwürfen.
Das Fleisch aus der Pfanne nehmen, mit den anderen Zutaten nett anrichten und das Dressing separat dazu servieren.
Ich wünsch euch einen tollen Tag und hoffe, euch schmeckt der Salat genau so wie mir :)
Liebste Grüße,
Ricarda




