Ein Wochenende in Stockholm

Im Dezember ging es für uns ein Wochenende nach Stockholm.

Seit meinem Finnland Urlaub bin ich ein bisschen in die skandinavischen Länder verknallt und war voller Vorfreude auf Schwedens Hauptstadt.

Eins vorweg: Stockholm ist teuer. Also so richtig. Nicht nur das Essengehen, auch das Brötchen auf die Hand morgens, und der Alkohol natürlich sowieso. Was man aber auf gar keinen Fall machen sollte: Taxi fahren. Da kommen schon mal gern 25 Euro für 1,5 Kilometer zusammen – für euch getestet :)

Wenn man sich aber einmal mit dem Gedanken abgefunden hat, dass es einfach ein teureres Wochenendvergnügen wird, ist Stockholm wirklich sehr schön. Ich würde jederzeit wieder hin, dann vielleicht eher im Sommer, um noch mehr von den kleinen Schäreninseln vor Stockholm zu sehen.

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Meine Tipps für Stockholm.

Sucht euch eine Unterkunft südlich vom Hauptbahnhof. Nördlich davon muss man in die einzelnen Stadtteile schon eine etwas längere Strecke auf sich nehmen.

Holt euch vorher Drive now. Ja wirklich, wir haben den Service vor allem abends gern genutzt um zum Essen zu gehen, wenn die Füße schon wund gelaufen sind (Car2Go geht übrigens mit der deutschen App nicht!)

Ins Fotografiemuseum Fotografiska gehen. Gerade die Hauptausstellungen sollen immer sehr gut sein, was ich aus dem Dezember bestätigen kann. Die Ausstellung Close Up von Martin Schoeller war so toll anzugucken! Einen ganz besonderen Ausblick hat man aus dem Café ganz oben im Museum. Wahnsinnig schön, aber wirklich eher für einen Kaffee gedacht und nicht für ein Essen.

Überlegt euch vorher, was ihr sehen wollt. Je nach Jahreszeit haben einige Sachen zu und die Schiffe fahren zum Beispiel nicht mehr (was bei Eis ja auch Sinn macht ;)).

Eine Hop on Hop off Tour machen. Empfehle ich immer für jede Stadt :)

Eine Bootstour muss man nicht unbedingt machen. Zumindest nicht die kleine, die nur 2-3 Stunden geht. Das mag aber auch daran liegen, dass ich aus Hamburg komme – dagegen sind die meisten Hafenrundfahrten nur so naja :)

Skansen besuchen! Skansen ist zum einen ein Tierpark, was gerade mit Kindern nett ist. Es ist aber zeitgleich auch ein Freilichtmuseum, in dem ca 160 Häuser und Bauernhöfe stehen, die aus ganz Schweden hierher gebracht wurden. Die meisten Häuser und Höfe stammen aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert und zeigen wie die Menschen der unterschiedlichen Gesellschaftsschichten gelebt, gewohnt und gearbeitet haben. Besonders schön ist, dass in jedem Haus eine Person steht, passend gekleidet zu der Zeit und dem Haus und auf Wunsch einen etwas über das Leben und die Geschichte zum der Zeit und dem Gebäude erzählt (auch auf englisch). Zu Weihnachten war zusätzlich alles schön geschmückt. In einer Backstube wurde auch wirklich Brot gebacken usw. Ein Ausflug dorthin lohnt sich!

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Lecker und etwas netter kann man abends zum Beispiel bei Rolfs Kök essen gehen. Das Essen ist sehr gut und die Preise im Verhältnis für schwedische Verhältnisse okay (nur die Preise für ein Glas Wein… puh).

Die Altstadt auf der Insel Gamla Stan anschauen. Die schmalen Gassen bilden ein tolles Geflecht zwischen den alten Häusern. Die schmalste Gasse, Marten Trotzigs Grund, misst gerade einmal 90 cm.

Die Stadtteile Kungsholmen und Södermalm erkunden. Auf Kungsholmen gibt es nette Geschäfte und Cafés auf Södermalm steht nicht nur das besagte Fotografiemuseum, sondern man hat auch noch einen ganz tollen Ausblick über Stockholm, wenn man aus der Bahnstation Slussen aussteigt und den Katarinahissen (Fahrstuhl) benutzt. Tipp: Normalerweise muss man Eintritt für die Fahrt nach oben zahlen. Geht man aber durch den anderen Eingang über die Wasserseite rein, kommt man ganz bequem bis zum Restaurant und muss dann nur noch ein Stockwerk zu Fuß gehen.

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Noch zwei lustige Fakten zum normalen Leben in Stockholm: Man kann fast keine Wohnung mieten, sondern nur kaufen. Dafür muss man dann eine Anzahlung machen und bezahlt die Wohnung danach aber nicht wirklich ab, sondern zahlt nur einen kleinen Zinssatz und die Nebenkosten. Irgendwann verkauft man die Wohnung dann wieder, also wenn man umziehen möchte – und das oft mit Gewinn! Verrückt :) Ebenso gibt es in den meisten Häusern eigene Waschküchen. Die wenigsten Leute besitzen eine Waschmaschine, weil die Waschküchen mit den modernsten Geräten ausgestattet sind. Allerdings muss man sich bei den meisten Wohnhäusern Termine zum Waschen holen, sodass Aussagen wie „Du ich kann da nicht, ich muss dort Wäsche waschen.“ keine faule Ausrede sind, sondern einfach der Wahrheit entsprechen.

Liebste Grüße,
Ricarda

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