Diäten – ich kenne keine Frau, die nicht schon einmal eine Diät gemacht hat.
Dabei sind wir doch eigentlich schlau.
Wir wissen, dass eine Diät Schwachsinn ist, dass Ernährungsumstellung viel eher das Zauberwort ist und dass unser Körper eigentlich schon sehr gut weiß, was ihm gut tut, wenn wir denn die Zeit hätten, wirklich auf ihn zu hören.
In Maßen ist alles okay und sind wir mal ehrlich, aus den meisten von uns wird in diesem Leben kein Victoria Secret Model mehr, weil wir a) zu klein, b) schon zu alt und/oder c) schon alleine unser Knochenbau niemals dafür vorgesehen wurde.
Meist ist das okay für mich. Die Zeiten, wo ich mich viel über meine Figur definiert habe, sind Gott sei Dank schon lange vorbei.
Von 15 bis 25 wahr ich selten bis nie mit meiner Figur zu frieden. Habe mal weniger, mal viel zu viel getan um wie die Frauen in Magazinen auszusehen.
Wenn ich mir heute Bilder aus der Zeit anschaue, möchte ich meinem Ich von damals in den Hintern treten und laut sagen „Du wirst nie wieder so leicht ein Kilo abnehmen, nie wieder wird ein Eis so wenig auf Deinen Hüften landen, nie wieder wird Deine Haut so glatt sein und verdammt noch mal, hör auf Dir Gedanken zu machen, ob Du in eine Jeans von Miss Sixty in Größe 27 oder 26 rein passt!“
Aber damals – damals waren die Selbstzweifel da.
Und das sind sie auch heute noch oft. Wenn ich Magazine oder auch Instagram anschaue, weiß mein erwachsenes, schlaues und selbstbewusstes Ich, dass so nie ein Mensch wirklich aussieht. Dass dort Licht, Makeup, Kamerazubehör für zig tausend Euro und Stunden an Photohop im Spiel waren.
Mein sehr merkwürdiges – nennen wir es Mimimi-Ich – ärgert sich trotzdem, wenn das Kleid für die Hochzeit nicht mehr so sitzt wie bei der Hochzeit von vor zwei Jahren (also nicht meiner, wir verstehen uns :)) und auch, wenn ich meine Sachen eine Nummer größer nähen muss als letztes Jahr. Obwohl ich selber immer predige, dass es doch nur Zahlen sind!
Überhaupt das Thema Selbstbewusstsein.
Ich liebe das Wort seit einer Yogastunde vor ca. 3 Jahren. Bis dato hatte das Wort für mich immer einen negativen Beigeschmack. In meiner Welt hatte das Wort oft etwas von Selbstüberschätzung, sich zu toll finden oder sich einfach gut finden.
Nur so am Rande – das ist auch ein Thema, was in unserer Gesellschaft, gerade bei Frauen, oft schwierig ist. Wieviele Männer kennt ihr bitte, die sich echt gut fühlen – trotz Bauch, oder wenig Haaren oder schlechter Körperhaltung oder oder… Die Sitzen trotzdem sehr zufrieden bei Blind Dates und finden sich echt toll!
Wie viele Frauen kennt ihr dagegen, die eine Traumfigur haben, aber trotzdem denken, dass sie sich immer noch weiter selbst optimieren müssen und sich nie trauen würden zu sagen „ich finde mich echt gut“, weil sie dann als eingebildet oder arrogant gelten würden. Meine Güte, wir verbringen 24 Stunden mit uns selbst am Tag, wir sollten uns verdammt noch mal die meiste Zeit ziemlich gut finden oder zumindest mögen!
Aber ich schweife ab – zurück zu meinem Lieblingswort Selbstbewusstsein. Seit dieser Yogastunde ist mir überhaupt klar geworden, was dieses Wort eigentlich heißt.
Sich. Seiner. Selbst. Bewusstsein.
Jetzt denkt ihr vielleicht, ich bin blonder als gedacht, denn es ist doch eigentlich sonnenklar, was das Wort heißt, aber ich habe mir erst seit diesem Zeitpunkt Gedanken gemacht, dass das mit der schönste Zustand ist, den wir als Menschen erreichen können.
Sich seiner selbst bewusst sein – mit all den Fehlern und Makeln, aber eben auch mit all den tollen Seiten an einem und was man gut kann – ohne sich dabei mit anderen zu vergleichen! Dann sind wir nämlich nicht mehr „bei uns selbst“.
Und wenn ich bei mir selbst bin, dann weiß ich zwar, dass ich 7 Kilo mehr wiege als vor 5 Jahren, niemals gut singen werde, meine Handschrift die einer 5 jährigen ähnelt und dass Geduld nie eine meiner Stärken sein wird, aber ich weiß auch, dass ich in dieser Zeit sehr viel mehr zu mir selber gefunden habe, viel über mich gelernt habe, ein Unternehmen gegründet habe, viel an mir gearbeitet habe, reflektierter bin, stärker meine eigene Meinung vertreten kann und mich immer weniger darum kümmere, was fremde Menschen über mich denken.
Vielleicht ist das auch ein Grund, warum es jetzt Bademode von mir gibt. Ich habe mir geschworen, mich niemals halbnackt im Internet zu zeigen.
Was sollen nur die anderen denken? Die sah aber schon mal besser aus! Na die hat es wohl nötig! Die will ja nur Aufmerksamkeit haben! Das sieht aber billig aus! Hat sie denn nicht darüber nachgedacht, dass diese Bilder für immer im Internet bleiben?!
Oh doch, das hat sie und ja, es hat mich Überwindung gekostet und ich habe mir viele Gedanken vorher gemacht, aber Dank Nadine (und dem hervorragenden Licht zum Sonnenuntergang, so ehrlich wollen wir mal bleiben ;)) zeigen die Bilder hoffentlich genau das, was ich bin.
Eine Frau Anfang dreißig, die viel Spaß am Leben hat, sehr glücklich in ihrer aktuellen Lebenssituation ist, begeistert von einer Badeflosse und Schwimmtieren sein kann (mehr dazu in den aktuellen Storyhighlights von Nadine) und die eben eine Größe 38 bzw. 42 trägt.
Ein weiterer Grund für die Bademode war allerdings auch, dass es jetzt bei alles-fuer-selbermacher die coolsten Badestoffe ever gibt!
Denn auch wenn der Lycra licht-, chlor- und salzwasserbeständig ist, Lichtschutzfaktor 50 hat, atmungsaktiv und den Körper wundervoll formt, ist das beste an dem Stoff, dass er aus recyceltem Plastik aus unseren Weltmeeren kommt!
Ich finde es großartig, dass Nadine sich so viele Gedanken um ihre Produkte macht und so lange sucht, bis sie etwas findet, was sie auch privat vertretbar findet.
Und so freue ich mich noch mehr, euch die neuen Schnitt aus unserer Badekollektion Elbstrand zu zeigen, die alle aus den super coolen, recycelten Badestoffen sind!
Die Kollektion Elbstrand besteht insgesamt aus 7 Schnitten für Damen:
– Triangeloberteil
– Bikinitop
– Tankini
– Badekleid
– Panty
– Badehose
– Bikinihöschen
Alle Schnitte sind aus Lycra zu nähen, wobei das Tanikitop auch super aus Jersey und Viskosejersey funktioniert! Was sowieso mein heimlicher Liebling aus der Kollektion ist, da es so wandelbar ist und wundervoll die Figur umschmeichelt.
Die Stoffe von den Beispielen sind entweder da, können vorbestellt werden oder gehen in ca. einer Woche (der wunderschöne Melonenstoff von Hamburger Liebe).
Alle Schnitte gibt es auch als super Angebot im Set und die Schnitte sind alle von Größe 34 bis 52 zu nähen (bis auf das Triangeloberteil, das geht bis Größe 48).
Selbst bei größerer Oberweite (wir hatten im Probenähen Damen mit Körpechengröße F und H) saßen die Tops super und haben genug Halt gegeben, da Lycra sich so toll verhält.
In den Produkten seht ihr wunderschöne Beispiele in den Größen 34 bis 50 und daran sieht man wieder, dass es nicht „die“ Bikinifigur gibt, sondern dass es wundervoll ist, dass wir alle so individuell und einzigartig sind – alles andere wäre ja langweilig.
Liebste Grüße,
Ricarda

































