Manchmal bin ich ein bisschen geizig. Ja wirklich. Gebe ich zwar gerne Unsummen für Reisen und Kamerazubehör aus, bin ich bei manchen Sachen eher der Typ „Was-soll-das-kosten?!“. Vor allem seitdem ich weiß, wie einfach man manche Dinge selber machen kann.
Letztens war ich in einem Hamburger Möbelhaus unterwegs und habe mich ein bisschen in den cleanen schwarz-weiß Stil verguckt, gepaart mit ein paar Kupferelementen. Aber was die dort für die Kuperlampe haben wollten… Skandal! Also ist gleich der Heimwerkerprofil durchgekommen ;) Das kannst Du auch selber machen.
Gesagt, getan. Glücklicherweise stand noch eine weitere Kooperation mit der Kabelscheune (Werbung) aus, sodass ich auch fix das passende Kabel dafür hatte. Während ich die Lampe in meiner Wunschgröße und etwas modifiziert nachgebaut habe, war ich zwar mehr als einmal am Denken „Warum hast du die Lampe nicht gekauft? Das wird doch nix! Das ist mal wieder so ein typisches Projekt wo du vorher denkst „wird geil“ und hinterher ist es ein Projekt für die Tonne“. Ha! Weit gefehlt! Selbst Jan kam in die Wohnung als ich gerade am Knipsen war und meinte, wie schick die Lampe aussieht. Volltreffer!
Das braucht ihr für eine Kupferlampe:
– Kupferrohr (15mm Durchmesser)
– 5 Kupfer Bogen (15mm Durchmesser)
– Rohrschneider
– Textilkabel (gibt es auch als Set inkl. Kippschalter, Fassung und Steckdosenanschluss)
– Schraubenzieher
– Sekundenkleber (nicht im Bild, da erst hinterher bemerkt, dass ich den brauche ;) das war auch mein Grund fürs Fluchen)
Schneidet das Rohr auf die gewünschte Länge zu. Markiert dafür die Schnittkante mit einem Bleistift.
Spannt nun das Rohr in den Rohrschneider ein. Ich habe vorher länger mit meinem Dad diskutiert, wie man die Rohre am besten zuhause kürzt und im Baumarkt wurde mir dann der Rohrschneider ans Herz gelegt. Super Investition von gerade mal 15 Euro! Super einfach und schnell.
Hier seht ihr, dass das Rohr auf 2 Rollen liegt und dann um das Schneiderad oben rumgeführt wird. Zieht die Klemme unten schön stramm, aber so, dass man den Schneider noch drehen kann. Nach und nach die Klemme etwas nachziehen.
Für mein Lampenmodell brauchte ich 5 Bögen, und Kupferstücke in den Längen 3 x 20 cm, 1 x 9 cm, 1 x 8 cm, 1x 35cm.
Verbindet zur Probe einmal die Rohre mit den Bögen und schaut, ob alles passt.

Anschließend steckt ihr die Rohre wieder auseinander, damit ihr das Textilkabel durchziehen könnt. Das geht nämlich nicht durchs ganze Rohr :) Im Anschluss klebt die Rohre mit Hilfe von Sekundenkleber (ging bei mir am besten, Heißklebepistole ging nicht, Doppelseitigesklebeband auch nicht so gut) in die Bögen. Ansonsten kippt die Lampe – für euch getestet.
Nun müsst ihr die Fassung, den Kippschalter und den Stecker anbringen. Wie das geht, habe ich euch bei meiner anderen Lampe schon einmal gezeigt. Auch hier heißt es wieder: Im Zweifel lieber den Profi ran lassen! Ich übernehme hier keine Garantiere für eine unsachgemäße Ausführung.
Fertig ist das schmucke Stück. Ich hatte zuerst meine Zweifel, ob das Kabel in grau-schwarz mit der schwarzen Fassung gut zu Kupfer aussieht, aber jetzt bin ich sehr froh, dass ich keine weiße Fassung genommen habe. Finde es so deutlich schicker bei uns in der Wohnung!
Wie man sieht – ich bin schwer verliebt in die neue Lampe. So verliebt, dass ich demnächst auch noch unseren fehlenden Beistelltisch aus Kupfer machen werde. So lohnt sich die Anschaffung des Rohrschneiders immerhin richtig :)
Mein Fazit ist, dass Kupfer wirklich kein Material ist, wovor ihr Angst haben müsst, solange ihr Kleber im Haus habt für die Verbindungen :) der Profi darf die Stellen natürlich auch gerne löten, aber ähm.. Nein, so weit geht meine DIY-Liebe noch nicht.
Habt ein wundervolles Wochenende!
Liebste Grüße,
Ricarda























