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Zum Muttertag – ein Dank an alle Mütter und speziell an meine tolle Mama

Dieser Beitrag enthält Werbung für Leibniz.
Ein großer Dank an Leibniz, dass ihr mir mit der Kooperationsanfrage den Anstoß gegeben habt, mir Gedanken zur Mutter-Tochter-Beziehung zu machen.

Bald ist Muttertag. Ein Tag wo viele Blumen, Schokolade und co. verschenkt werden. Ein Tag, wo man als Kind früher gerne Gutscheine verschenkt hat für „einmal Abwaschen“ oder „ein Sonntagsfrühstück im Bett“. Gutscheine, die wohl viel zu selten eingelöst wurden, zumindest müssten meine Eltern noch jede Menge Gutscheine dieser Art haben. Dürften sie jetzt, in meinem Erwachsenenalter, dennoch immer noch jederzeit einlösen, heute wohl lieber als damals, denn ich merke langsam, mit 31 und mit Eltern, die auf die 70 zugehen (sorry Mama, ich weiß Du hörst es nicht gern und glaube mir, Du steckst locker jede 60 jährige in die Tasche!), dass die gemeinsame Zeit immer kostbarer wird, auch wenn ich mich als Kind manchmal etwas doof anstelle und etwas vorschnell bin, damals wie heute.

Entschuldige bitte Ma, dass ich manchmal etwas ungeduldig bin, wenn Du mir technische Fragen stellst und ich schnell genervt bin, weil diese Dinge für mich selbstverständlich sind, da ich damit groß geworden bin. Viel zu selten zolle ich Dir dafür Respekt, dass Du nicht nur bei Facebook bist (und dort auch Sachen posten kannst), sondern auch bei Instagram das Leben Deiner beiden Mädels rege verfolgst und Deine neuste Leidenschaft YouTube ist, was ich großartig finde!

Ich könnte jetzt schreiben, dass meine Mama immer für mich da war, dass sie es damals nicht übers Herz gebracht hat mich in den Kindergarten zu geben, weil ich die ganze Zeit am Fenster stand und fürchterlich geweint habe, bis meine Mama zurück kam. Ich bin das Nesthäkchen in der Familie, durfte viele Sachen, die meine Schwester nicht durfte – Mama hat trotzdem immer ihre schützende Hand über mich gehalten.

Wenn ich früher feiern war, egal ob mit 16 oder 20, brannte bei uns im Flur immer ein kleines Licht, dass ich aus machen musste, wenn ich nach Hause kam, denn erst dann konnte meine Ma ruhig schlafen, weil sie ständig wach geworden ist und so schauen konnte, ob ich schon Zuhause bin, ohne jedes Mal aufzustehen. Früher fand ich das übertrieben, heute löst diese Erinnerung ein warmes Gefühl bei mir aus.

Es gibt keinen Menschen auf dieser Welt, der stolzer auf mich ist als Du Mama, auch wenn mir das vielleicht in manchen Phasen meines Lebens manchmal etwas peinlich war. Sowieso, wie oft man sich als Teenie für seine Eltern und ganz besonderes für seine Mutter schämt – entschuldige Ma, Du bist so super lässig und entspannt als Mutter und nimmst einfach jede unserer Entscheidungen hin – zumindest vermittelst Du uns das Gefühl, auch wenn ich mittlerweile weiß, dass Du mehr als einmal wohl gedacht hast „das hätte ich Dir auch gleich sagen können“, wenn etwas nicht so lief wie geplant. Danke dafür, dass Du nichts gesagt hast und trotzdem hinterher immer für mich da warst.

Sowieso zum Thema Lässigkeit, ich hatte die Geschichte schon einmal bei Instagram erzählt – meine Mutter schrieb mir vor nicht allzu langer Zeit morgens eine WhatsApp und fragte mich mit dem zwinkernden Smiley, der die Zunge rausstreckt, wer denn der junge Mann auf meinem Balkon sei.
Im Prinzip sehr witzig, hätte ich zu dem Zeitpunkt nicht gerade bei einer Freundin in der Wohnung gefrühstückt und so stellte sich nach einem leicht panischen Telefonat mit meiner Ma heraus (panisch von meiner Seite, sie war sehr entspannt), dass der junge Mann kein Einbrecher war, sondern einfach nur der Balkon verwechselt wurde. Aber welche Mutter reagiert bitte so entspannt, wenn sie denkt, ihr Kind hätte Übernachtungsbesuch? :)

Ja, ich bin heute erwachsen, ich habe meine eigene kleine Firma, ich stehe auf eigenen Füßen, aber immer wenn ich zu meinem Eltern nach Hause komme, gibt meine Ma mir das Gefühl noch einmal Kind sein zu dürfen, ohne viel Verantwortung, dafür mit ganz viel Aufmerksamkeit und es wird sich rührend um mich gekümmert (wie oft ich bei meinen Eltern aus der Wohnung raus bin und mich für Speis und Trank bedankt habe, kann ich schon lange nicht mehr zählen).

Ich werde immer das Kind bleiben, aber dennoch verschiebt sich das Mutter-Tochter-Verhältnis an einem bestimmten Punkt im Leben. Wann dieser bei uns war, kann ich gar nicht so genau sagen, aber irgendwann versucht man automatisch den Eltern Dinge abzunehmen, die sie früher uns vielleicht abgenommen haben. Man möchte ihnen das Leben erleichtern und erwartet nicht mehr, dass sie unseres einfacher machen. Und so weit weg ich den Gedanken von mir weg schieben möchte, spätestens die Krankenhausaufenthalte meiner Ma letztes Jahr haben mir schmerzlich vor Augen geführt, dass unsere gemeinsame Zeit irgendwann endlich sein wird.

Und so freue ich mich an jeder Minute, die ich mit meiner Ma habe, auch wenn ich manchmal schrecklich patzig bin, halt so patzig, wie nur Kinder, egal in welchem Alter, zu ihren Eltern sein können und nehme mir gerne die Zeit, um wie zum Beispiel auf den Bildern ein Wochenende mit meiner Ma und meiner Schwester zu verbringen oder nehme mir so oft es geht die Zeit und mache 2x die Woche mit meiner Ma morgens Yoga, auch wenn ich dann schon gut und gerne am Schreibtisch sitzen könnte. Aber ich weiß zum Glück schon heute, dass die Zeit am Schreibtisch nicht die Zeit ist, die am Ende zählt, sondern die Zeit, die ich mit meinen liebsten Menschen verbringe.

Diese Zeit ist so kostbar und die gemeinsamen Erinnerungen, die bisher in den letzten 31 Jahren mit meine Ma geschaffen wurden, einfach unbezahlbar.

Danke Mama für alles, auch wenn ich es vielleicht viel zu selten sage, aber ich hoffe Du weißt und spürst es dennoch immer, wie sehr ich Dich lieb habe.
Und auch, wenn dieser offene Liebesbrief an Dich kurz vorm Muttertag kommt, bin ich nicht nur einmal im Jahr dafür dankbar, dass Du meine Mama bist, sondern jeden einzelnen Tag im Jahr.

In Liebe, Deine Tochter

Anstoß für diesen Text war die Kooperationsanfrage von Leibniz, die dieses wie ich findesehr schöne Video zum Muttertag gemacht haben:

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  1. Julia

    2. Mai 2018 um 6:31

    Das hast du ganz toll geschrieben. da kann deine Mutter echt stolz auf dich sein.

    LG Julia

    Antworten

    • Ricarda

      2. Mai 2018 um 7:41

      Ich danke Dir Julia!
      Meine Ma hat sich sehr über den Post gefreut, was mich super happy macht. :)

      Antworten

  2. Pe-Twin-kel

    2. Mai 2018 um 10:51

    Liebe Ricarda,
    du hast einen richtig tollen Brief an deine Ma geschrieben, sehr rührend. Das deine Ma stolz auf dich ist glaube ich gern. Seit ich selbst Mutter bin, verstehe ich umso mehr, bin aber trotzdem Kind wenn ich bei meiner Mama bin.
    Liebe Grüße,
    Petra

    Antworten

    • Ricarda

      4. Mai 2018 um 17:33

      Ich danke Dir Petra! Ja das glaube ich, dass das noch mal etwas ganz anderes wird/ist, wenn man selber Mama ist und so vieles besser nachvollziehen kann! :)

      Antworten

  3. Cati

    2. Mai 2018 um 20:03

    Hallo Ricarda,
    das sind sehr schöne Zeilen! Genieß die Zeit mit deiner Mama, seht euch regelmäßig und seid füreinander da.
    Ich hab mit 12 meine Mutter verloren und mit meinen jetzt 40 Jahren werd ich immer noch traurig und wehmütig, wenn ich solch emotionale Worte lese.
    Liebe Grüße nach Hamburg! Cati

    Antworten

  4. Jenny

    2. Mai 2018 um 20:35

    Da hab ich doch glatt eine große Träne verdrücken müssen. Denn ich darf diese Zeit mit meinen Eltern nicht mehr genießen. :(
    Unsere Zeit ist leider endlich und viel zu kurz. Drück deine Mama und auch den Papa wann immer es geht!!!!
    Sehr schöner Text

    Antworten

    • Ricarda

      4. Mai 2018 um 17:32

      Ach Mensch Jenny, das tut mir sehr leid! Ich hoffe der Post hat Dich nicht zu traurig gemacht! Fühl Dich umarmt!

      Antworten

  5. Claudia

    3. Mai 2018 um 5:10

    Liebe Ricarda,
    was für ein zauberhafter Post zum Muttertag! Herzlichen Dank dafür!
    Ich wünsche Dir einen entspannten Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥
    P.S: ICh weiß nciht, inwieweit Du Dich mit der DSGVO schon auseinandergesetzt hast …. in der Browserzeile ist noch kein grünes Schloß zu sehen, also keine sichere Verbindung … da müßte https:// davor stehen. Vielleicht schaust Du da ml nach ;O) Da ist nur ein I, welches besagt, daß die Verbdingun unsicher ist ….

    Antworten

    • Ricarda

      14. Mai 2018 um 17:24

      Ich danke Dir – für den Kommentar und den Hinweis :)
      Ich glaube jetzt müsste alles schick sein, oder? :)

      Antworten

  6. Dannii

    4. Mai 2018 um 13:51

    Wie schön geschrieben! Ich krieg da direkt Pipi in die Augen!

    LG Dannii

    Antworten

    • Ricarda

      4. Mai 2018 um 17:31

      Ich danke Dir Dannii! ❤️

      Antworten

  7. Lexi

    5. Mai 2018 um 20:12

    Sehr schön! Ich bin selber Tochter einer wunderbaren Mutter und seid dieser Woche stolze Mama eines volljährigen Sohnes. Verschiedene Rollen, verschiedene Aufgaben, aber toll das alles zu sein und zu erleben!

    Liebe Grüße vom Achensee aus Tirol (auf deinem Blog entdeckt ).

    Antworten

    • Ricarda

      8. Mai 2018 um 16:55

      Oh wie schön mit dem Achensee, das freut mich sehr. :)

      Antworten

  8. Sandra Kopka

    6. Mai 2018 um 19:32

    Liebe Ricarda,
    dein Post ist sehr schön geschrieben. Für mich ein Anstoß, dies für meine Mama auch zu machen. Allerdings als persönlichen Brief, sie ist da nicht so modern unterwegs ;)
    Eigentlich sollte man das viel öfter machen, aber viele Dinge erscheinen einem im Moment wichtiger, obwohl sie nicht wichtig sind… Danke für diesen Anstoß!
    Viele Grüße, Sandra

    Antworten

  9. Melanie Salzburger

    7. Mai 2018 um 10:00

    Hallo Ricarda,
    das hast du ganz ganz toll geschrieben. In vielen Sachen habe ich mich da auch wiedererkannt. Vor allem das Gefühl wenn man ins Haus/die Wohnung seiner Eltern kommt. Das ist schon was besonderes.
    Ich wünsche dir/euch noch viel schöne gemeinsame Zeit.

    Antworten

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