Reisen

SUP und ein Wasserfall in den Bergen

Was ist eigentlich SUP? SUP bedeutet Stand Up Paddling und bedeutet nichts anderes, als auf einem Surfbrett zu stehen und mit Hilfe eines Paddels sich fortzubewegen. Und es bringt soooo viel Spaß!

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Eigentlich wollte ich SUP schon seit einer Ewigkeit in Hamburg ausprobieren. Liegt ja auch nahe, immerhin haben wir das Wasser fast vor der Haustür. Aber wie das immer so ist, Zuhause kommt man dann doch nicht dazu. So mussten wir also erst an den Achensee fahren, um aufs Board zu kommen. Nicht weiter schlimm, denn wo bekommt man sonst so ein Panorama dazu?!

Wir waren mega happy, dass wir ein paar Stunden erwischt haben, wo der See noch ganz ruhig war und die Sonne sich von ihrer besten Seite gezeigt hat. Da hat sich das frühe Aufstehen gelohnt. :) Daniel von Learn2Kite hat uns fröhlich in Empfang genommen und nach einer kurzen Einweisung ging es auch schon auf die Boards. Zur Sicherheit hatten sowohl Jan als auch ich einen Neoprenanzug bekommen, der Achensee hatte Anfang Juni kuschelige 9 Grad Wassertemperatur und wird auch im Sommer selten so richtig warm. Der See ist übrigens an der tiefsten Stelle 133 Meter tief, was ich niemals gedacht hätte.

Wir durften schön im flachen Gewässer üben, wo das Wasser schon etwas wärmer war, wie Jan relativ schnell erfahren durfte (oh und er wird mich so doof finden, dass ich das hier schreibe, hihi). Zunächst fängt man auf den Knien an zu paddeln und stellt sich nach einer kurzen Zeit hin, wenn man sich sicher genug fühlt. Alles ganz entspannt.

Dann ging es für uns an den Rand des Sees, wo Daniel gezeigt hat wie man “professionell” wendet. Man paddelt ein paar Schläge, geht dann mit dem linken Fuß einen mini Schritt zurück, setzt den rechten Fuß sehr weit nach hinten und belastet das rechte Bein, sodass das Board vorne etwas hoch geht und schlägt dann mit dem Paddel auf der rechten Seite einmal von der Boardmitte einen großen Halbkreis bis knapp hinter das Board. Und dabei dreht man sich fast auf der Stelle.

Nun ja, wir mussten ein bisschen üben, die Sache ist dann doch etwas wackeliger als man denkt, aber irgendwann klappte es ganz gut. Und ich war sooo stolz nicht reingefallen zu sein!

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Dann sprach ich mit Daniel darüber, dass es mittlerweile ja auch schon SUP in Kombination mit Yoga geben soll und so dachte ich “Ach, das klappt ja so gut, probierst Du mal auf einem Bein zu stehen”. Beim ersten Mal klappte auch alles gut, aber Daniel rief mir zu, dass er nicht schnell genug sein Handy aus der Tasche genommen hat. Und ja, wer mit Handy paddelt muss schon viel Vertrauen in sein Können haben ;)

Ich also noch mal auf ein Bein – und platsch – lag ich im Wasser. Natürlich dort, wo ich nicht mehr stehen konnte. :) Der Neo war zwar schön und gut, aber am Kopf… brrrr. Aber hey, wieder ab aufs Board und noch ein Versuch, davon will ich jetzt auch ein Foto haben, ist klar, oder? Der 2. Anlauf klappte dann auch.

Nadine ist übrigens todtraurig, dass es kein Bild gibt, wo ich ins Wasser falle, nur wo ich gerade ins Schwanken komme und schon drinnen liege. Ansonsten hätte ich euch das für ein bisschen Unterhaltung natürlich auch gezeigt. :)

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Beim nächsten Mal würde ich super gerne Kiten ausprobieren und wehe ich komme diesen Sommer nicht mindestens einmal aufs SUP-Board auf der Alster. Ich kann euch Daniel übrigens nicht nur fachlich wärmstens empfehlen, auch Teenietöchter werden von Daniel sehr angetan sein, ist er als Skilehrer im Winter und Surflehrer im Sommer doch auch eine nette Augenweide. ;)

Ähm ja, zurück zum Wesentlichen. Nach der SUP Tour ging es dann rauf zum Dalfazer Wasserfall.

Die Strecke ist entspannt in 45 Minuten geschafft, auch wenn meine Beine wie Hölle von der Wandertour am Tag davor brannten. Da der Wasserfall aber schon vom SUP-Board vom Wasser aus so schön aussah, wollten Jan und ich – naja okay vor allem ich – unbedingt zum Wasserfall.

Die Strecke ist super schön zu gehen, denn der Weg ist ein fester Schotterweg und man hat immer wieder einen wunderschönen Blick über den See.
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Oben am Wasserfall kann man auf der Aussichtsplattform entspannt seine Beine in den Holzliegen hochlegen und der Geräuschkulisse der Wassermassen lauschen. Ein beeindruckendes Erlebnis, gerade wenn man sich vor Augen führt, dass seit vielen Jahren solche Wassermassen ins Tal fließen.

Direkt neben dem Wasserfall gibt es auch einen Klettersteig. Würde ich klettern, dann wäre das definitiv eine Route für mich, aber… ähm… ja lassen wir das mal. Für mich ist wandern abseits der Wege ja schon wie klettern. :) DSC00680 DSC00681 DSC00694 DSC00697 IMG_8006

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Einen dritten Teil vom Achensee mag ich euch die Tage noch zeigen. Dann unter anderem, wo man richtig gut essen gehen kann und warum ein E-Mountainbike mir ungeahnte Freude bereitet hat.

Liebste Grüße,
Ricarda

Zum 1. Teil der Reise geht es hier lang.

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7 Kommentare
  1. Diana

    6. Juli 2016 um 16:05

    Das hört sich ja nach jeder Menge Spaß an, liebe Ricarda. Auch wenn ich persönlich das SUP weggelassen hätte, denn Wasser ist nicht so mein Element. :) Aber dafür die Berge!! Und ich muss sagen, den Achensee kannte ich bis jetzt noch nicht, aber er ist definitiv auf meine Liste gewandert. :)
    Vielen Dank für die schönen Einblicke.
    LG Diana

    Antworten

  2. Pauline

    6. Juli 2016 um 18:23

    Ach, ich muss gerade zum zweiten Mal Seufzen, wenn ich deinen zweiten Bericht vom Achensee so lese. Wir sind seit Kindertagen immer ganz in die Nähe gefahren. Wenn wir auf den Berg vor unserer Haustür gewandert sind, konnte man den Achensee sehen. Ich habe tagelang am Ufer verbracht, während mein Onkel auf dem Achensee gesurft hat. Letztes Jahr waren wir nur ganz kurz am Achensee, aber ich glaube, wir sollten da mal wieder hin.
    SUP ist auch eine coole Idee. Ich bin ja nicht so sportbegeistert, was das Windsurfen angeht, aber ein bisschen gemächlicher auf einem Board zu stehen, würde ich auch lustig finden.
    LG Pauline :)

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    • Ricarda

      6. Juli 2016 um 20:47

      Oh ja, das ist herrlich entspannt. :)
      Das klingt sooo schön! Und nach so viel Sehnsucht – da rufen wohl die Berge nach Dir :)

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  3. Starky

    7. Juli 2016 um 11:24

    Oh soo schön! Yoga auf dem Sup ist übrigens nur alleine cool. In der Gruppe ist man mehr mit zueinanderpaddeln als mit Yoga beschäftigt.
    Aber “supen” ohne Yoga ist auch schon toll :)
    LG Starky

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  4. Nadja

    7. Juli 2016 um 16:49

    Was ein toller Bericht mit super schönen Bildern.. Schon Fees Bericht hat mich damals davon überzeugt mal zum Achensee zu müssen, dein erster Bericht hat dann eigentlich sein übriges getan, aber jetzt nach diesem Bericht würde ich eigentlich gerne jetzt direkt losfahren oder zumindest buchen.. Das Wasser sieht einfach mega klar aus und der Boden so weich.. Oo :D Die Kälte würde mich nicht abhalten, hier oben in Norddeutschland bin ich das Meer gewöhnt, das ist auch nicht immer sehr warm :D
    Ganz liebe Grüße,
    Nadja :)

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  5. Julia Jamei

    27. Juli 2016 um 22:06

    WOW was für eine Traumkulisse zum SUP’en. Ich bin sooo neidisch ;-) Erst vor kurzem haben mir Freunde vom Achensee vorgeschwärmt als einen echten Geheimtipp und Alternative zB zum überlaufenen Tegernsee.
    Liebste Grüße,
    Julia

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  6. Sabrina

    19. August 2016 um 10:52

    Atemberaubend schön! Ich möchte da auch so gern hin.

    LG Sabrina

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Ricarda, Kreativbloggerin aus Hamburg

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